Heidelberg

Bürgerbeauftragter Gustav Apfel legt Bericht vor

258 Anliegen in den letzten zwei Jahren

Heidelberg.Strafzettel, Lärmbelästigungen oder Bauvorhaben - meist sind es solche Themen, mit denen sich die Heidelberger an Gustav Apfel wenden. Jetzt hat der Bürgerbeauftragte einen Bericht über seine Arbeit vorgelegt. Demnach haben seit Juni 2015 in zwei Jahren 258 Menschen Apfels Dienste als Vermittler zwischen Bürgern und Stadtverwaltung in Anspruch genommen.

"Viele Bürgerinnen und Bürger, die zu mir kommen, haben einen Bescheid erhalten, der für sie negativ ist", sagte Apfel in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Dabei geht es etwa um die Gebühren für einen Strafzettel oder Fragen zur Rente. "Es ist im Arbeitsalltag nicht immer einfach, das Feingefühl dafür aufzubringen, damit sie diesen Bescheid positiv aufnehmen." Seiner Erfahrung nach helfe nur, sich bürgerfreundlich zu verhalten, die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen. "Im Gegensatz zu den zuständigen städtischen Mitarbeitern habe ich als Bürgerbeauftragter die Zeit, ihnen ausführlich zuzuhören." Sein Ziel sei es, dass die Einwände der Menschen letztlich auch Einfluss auf die Abläufe in der Verwaltung haben.

Besonders positiv bewertet Apfel in diesem Zusammenhang das Amt für Soziales und Senioren. Dieses habe in Zusammenarbeit mit dem Bürgerbeauftragten und seinem Team eine Tabelle entwickelt, mit deren Hilfe Bürger bei der Wohnungssuche direkt sehen, ob potenzielle Unterkünfte eine angemessene Miethöhe und Größe haben. Auch das Amt für Abfallwirtschaft lobte der Bürgerbeauftragte für die Bemühungen, Lösungen für Menschen zu finden, die nicht mehr in der Lage sind, ihre Mülltonnen selbst auf die Straße zu stellen. (jei)