Heidelberg

Ankunftszentrum Initiative strebt Bürgerbegehren an

Ab Samstag liegen Listen aus

Archivartikel

Heidelberg.„Sind Sie gegen die Verlagerung des Ankunftszentrums für Flüchtlinge an das Autobahnkreuz...?“: So beginnt die Fragestellung, die nach Wunsch der Initiatoren des Bürgerbegehrens mindestens 8000 Heidelberger Bürger mit „Ja“ beantworten sollen. Am Samstag, 12. September, startet die Unterschriftensammlung, teilen die Initiatoren am Montag mit.

Der Heidelberger Gemeinderat hatte im Juni nach langen Diskussionen beschlossen, dem Land für den Neubau der Einrichtung ein Grundstück auf den „Wolfsgärten“ in Wieblingen anzubieten. Gegen die mit 24:21 Stimmen gefasste Entscheidung regte sich bald Widerstand, der in ein Bürgerbegehren und möglicherweise einen Bürgerentscheid münden soll.

Im Zuge der Flüchtlingswelle war das Ankunftszentrum vor rund fünf Jahren übergangsweise in Patrick-Henry-Village eingerichtet worden. Seit Jahren wird nach einem neuen, dauerhaften Standort gesucht. Denn die Stadt möchte in Patrick-Henry-Village einen neuen Stadtteil entwickeln. Pläne dazu sind mit der Internationalen Bauausstellung ausgearbeitet worden. Bereits im November will die Initiative die notwendigen 8000 Unterschriften beisammen haben, damit der Gemeinderat im Dezember darüber befinden kann. Eine vom Land wegen der Pandemie angebotene Fristverlängerung bis ins Frühjahr soll nicht angenommen werden. 

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