Heidelberg

Kommunalpolitik SPD trauert um 31-jährigen Stadtrat

Andreas Grasser tot

Heidelberg.Bestürzung in Heidelberg: SPD-Stadtrat Andreas Grasser (31) ist in der Nacht auf Montag gestorben. „Unsere Gedanken sind bei Andreas‘ Familie, Freundinnen und Freunden, Kolleginnen und Kollegen aus dem Gemeinderat und seiner Kanzlei“, formulieren die Sozialdemokraten auf der Startseite ihrer Internetpräsenz. Der gebürtige Ludwigsburger Grasser war seit 2014 Stadtrat.

„Wir sind fassungslos und trauern um unseren lieben Freund, Genossen und Stadtrat“, heißt es weiter: „Mit ihm verlieren wir einen aufgeschlossenen, intelligenten und humorvollen Menschen aus unserer Mitte, dessen Meinungen und Ideen bei allen stets sehr geschätzt waren.“ Grasser, Anwalt für Straf- und Familienrecht, genoss laut Fraktionschefin Anke Schuster „bei allen in der Partei und der Verwaltung hohes Ansehen“. 

Auch die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwochabend im Rathaus am Marktplatz stand unter dem Eindruck des Todesfalls. Im neuen Sitzungssaal waren Blumen und das Porträt des Verstorbenen aufgestellt und ein Kondolenzbuch lag an dem Platz, an dem der SPD-Rat gesessen hätte.

„Ein großartiger Mensch hat uns verlassen. Wir können es nicht fassen, dass ein Mensch so jung von uns gegangen ist. Er war ein wichtiges Mitglied der Stadtgesellschaft und des Gemeinderates“, würdigte Oberbürgermeister Eckart Würzner den Verstorbenen nach einigen Minuten des stillen Gedenkens, zu dem sich die Ausschussmitglieder und Gäste erhoben. Vor der nächsten Gemeinderatssitzung soll es ein weiteres Gedenken geben. Die SPD-Fraktion verließ die Sitzung vor dem ersten Tagesordnungspunkt. Würzner formulierte großes Verständnis dafür und versprach, dass in der Sitzung keine Beschlüsse gefasst würden und dass alle entsprechenden Vorlagen an den Gemeinderat durchgereicht werden.

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