Heidelberg

Verkehr Stadt Heidelberg stattet große Fahrzeuge mit Warnhinweisen für Radfahrer aus / Spedition schließt sich Aktion an

Aufkleber warnt vor totem Winkel

Archivartikel

Heidelberg.Mit einer neuen Aktion warnen die Stadt Heidelberg, die Rhein-Neckar Verkehr (RNV) und die Spedition Fritz Fels Fahrradfahrer in der Unistadt vor den Gefahren des toten Winkels. Sie soll die Menschen darauf aufmerksam machen, dass es bei Bussen, Müllfahrzeugen, Lastwagen und Kleintransportern einen Bereich gibt, der vom Fahrersitz aus nur eingeschränkt oder gar nicht einsehbar ist. Regelmäßig kommt es dadurch zu folgenschweren Unfällen.

„Achtung: Toter Winkel!“: Ein solcher Aufkleber soll künftig auf vielen größeren Fahrzeugen in Heidelberg zu sehen sein. Entwickelt hat den Aufkleber die „Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (Agfk)“ gemeinsam mit der Landesverkehrswacht. Die Stadt Heidelberg stattet unter anderem 70 Fahrzeuge der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung aus, darunter 27 Müllfahrzeuge, vier Abrollkipper, fünf Absetzkipper, drei Lastkraftwagen, zwei Unimogs, zwei Lkw-Kehrmaschinen und sechs 7,5-Tonner. Insgesamt 14 Fahrzeuge des Landschafts- und Forstamts werden mit den Aufklebern beklebt: zwei Unimogs, ein Kran-Lastkraftwagen, zwei Hubarbeitsbühnen, ein Gießwagen und acht kleine Lastwagen zur Anlagenpflege.

Die RNV lässt die Aufkleber auf ihren Bussen anbringen, insgesamt auf rund 230 Fahrzeugen. Die Spedition Fels wird rund 20 Lkw mit den Warnhinweisen ausstatten, davon zehn 40-Tonner aus der Maschinenabteilung und zehn Möbel-Lastkraftwagen für Umzüge.

Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck kommentierte die Aktion: „In einer Fahrradstadt wie Heidelberg mit gleichzeitig hohem Kraftverkehrsaufkommen ist es uns ein großes Anliegen, die Sicherheit des Radverkehrs zu erhöhen. Ich hoffe, dass die Aktion viele Radfahrer für die Problematik des toten Winkels sensibilisieren wird.“ Der Aufkleber sei ein Baustein von vielen: Auch die Aktionen „plus5 – Minuten, die schützen“ sowie „Schulterblick“ sollen helfen, Unfälle zu vermeiden. Darüber hinaus werde die Ausstattung verschiedener städtischer Fahrzeuge mit Abbiegesystemen geprüft.

„Plus5 – Minuten, die schützen“ ist eine Kampagne von Stadt, Polizei und weiteren Partnern. Sie soll Fahrradfahrer motivieren, für ihren Weg fünf Minuten zusätzlich einzukalkulieren, um Unfälle zu vermeiden. Die Aktion „Schulterblick“ schärft indes Autofahrern ein, an den Schulterblick zu denken, um Radler insbesondere beim Rechtsabbiegen oder beim Öffnen der Türe rechtzeitig zu bemerken. red/jei

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