Heidelberg

Freizeit Gesundheitsamt warnt vor Wasserqualität

Baden im Neckar ungesund

Archivartikel

Rhein-Neckar.Die Temperaturen sind sprichwörtlich über Nacht in Richtung Hochsommer geschossen. Badeseen und Freibäder bleiben dennoch entweder geschlossen oder stark zutrittsbeschränkt. Vor diesem Hintergrund warnt das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, eindringlich vor einem Badevergnügen im Neckar. Auch wenn sich der Neckar in den vergangenen Jahren ökologisch erholt habe, heiße das noch lange nicht, dass er auch Badewasserqualität habe, so die Behörde in einer Pressemitteilung vom Freitag.

Wasseruntersuchungen im Bereich der Neckarwiese in Heidelberg vom Vorjahr hätten Analysen des Landesgesundheitsamtes in Stuttgart bestätigt. „Die Ergebnisse zeigen ein für den Neckar typisches mikrobiologisches Bild mit anhaltender fäkaler Belastung und deutlichen Konzentrationsspitzen“, sagt Albert Karras, der im Gesundheitsamt die Überwachung der Wasserqualität in Schwimmbädern und Badeseen verantwortet.

Rund 590 Kläranlagen leiten entlang des Flusslaufs ihr gereinigtes Abwasser in den Neckar, informiert der Kreis. Keime würden in den mechanisch-biologischen Reinigungsstufen größtenteils, aber niemals ganz abgebaut. Krankheitserreger wie Fäkalkeime, Salmonellen, Viren und Pilze könnten die Wasserqualität beeinflussen. Bei starkem Regen könnten die Abwässer auch ungeklärt in den Neckar fließen. 

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