Heidelberg

Verkehr Neun Schwerverletzte bei Kollision aus ungeklärter Ursache auf L 722 zwischen Speyer und Hockenheim / Opfer Touristen aus USA, Kanada und Australien

Bus gerät auf Gegenfahrbahn und prallt auf Lkw

Hockenheim/Speyer.Den Helfern bot sich ein Bild der Verwüstung: Bei der Kollision eines Reisebusses mit einem mit Reifen beladenen Lkw sind gestern Nachmittag gegen 16 Uhr auf der Landesstraße 722 zwischen Hockenheim und Speyer neun Menschen schwer verletzt worden, vier davon lebensgefährlich. Die Straße war für die Rekonstruktion des Unfallgeschehens und Aufräumarbeiten bis gegen 22.30 Uhr voll gesperrt, was zu Behinderungen auch auf den Bundesstraßen 9 und 39 führte.

Wie Polizeisprecher Michael Klumpp mitteilt, geriet der Fahrer des mit 34 Fahrgästen besetzten Busses eines Unternehmens aus Waghäusel aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn und prallte auf den Lkw. Dabei wurden die beiden Fahrer sowie sieben Insassen des Busses – Touristen aus den USA, Kanada und Australien – schwer verletzt.

Großaufgebot an Rettungskräften

Die Unfallmeldung setzte ein Großaufgebot von Rettungs- und Einsatzkräften in Bewegung: Neben 35 Feuerwehrleuten und 35 Rettungskräften wurden 30 Sanitäter angefordert, zehn Seelsorger kümmerten sich um die Businsassen, die mit leichteren Blessuren davongekommen waren. Die vier lebensgefährlich verletzten Opfer wurden mit Hubschraubern in Krankenhäuser geflogen.

Nach Recherchen unserer Zeitung waren die Buspassagiere auf einer Flusskreuzfahrt unterwegs und auf dem Weg zurück zu ihrem Schiff, das sie am Anleger in Speyer erwartete. Der Unfall ereignete sich nur wenige hundert Meter von der Rheinbrücke entfernt. Der im Vogtland zugelassene Lastwagen war nur mit dem Fahrer besetzt. Feuerwehren aus Hockenheim, Schwetzingen, Brühl und Eppelheim waren mit rund 40 Helfern und zwölf Fahrzeugen vor Ort. Für die Rekonstruktion des Unfallhergangs waren zwei Sachverständige vor Ort.

Der Verkehr wurde über die Bundesstraße 39 um die Unfallstelle herumgeleitet, es kam zu Behinderungen, aber nicht zu großen Staus rund um die Rheinbrücke. jüg/müm/pol

Info: Fotostrecke unter www.morgenweb.de

Zum Thema