Heidelberg

Masterplanverfahren Experten stellten Zukunftsvisionen vor

„Campus von morgen muss mehr leisten“

Archivartikel

Heidelberg.Kurz bevor das Masterplanferfahren Neuenheimer Feld in der kommenden Woche in die nächste Stufe geht, stellten am Donnerstag auf Einladung des Koordinationsbeirats international renommierte Experten ihre Visionen von einem Campus der Zukunft vor.

„Der Campus von morgen muss viel mehr leisten als Raum zu geben für Wissenschaft und Bildung“, ist die Meinung von Rudolf Scheuvens, Professor für Öffentliche Raumplanung und Stadtentwicklung an der TU Wien. „Er ist Teil der Stadt, ist Bezugs- und Aktionsraum des städtischen Lebens.“ Dementsprechend müssten die Räume zwischen den Gebäuden wie Teile des Labors mitentwickelt werden.

Ähnlich sah das auch Brian Cody, Leiter des Instituts für Gebäude und Energie der TU Graz. Er plädierte vor allem für eine symbiotische Nutzung verschiedener Energien. Etwa der Abwärme der Labore zum Heizen oder der doppelten Nutzung von Grundwasser zum Kühlen der Belüftung und anschließend zum Bewässern der Begrünung. Mit den Ansätzen versuchten die insgesamt fünf Experten die etwa 80 Teilnehmer der Veranstaltung auf die kommenden Termine mit den vier Planungsbüros vorzubereiten.

Die nächste öffentliche Veranstaltung findet am Dienstag, 9. Juli, ab 18 Uhr Chemie-Hörsaal Im Neuenheimer Feld 252 statt. Dort werden die Planungsbüros ihre Entwicklungsperspektiven präsentieren. Ebenfalls am Dienstag, 9. Juli, startet die Online-Beteiligung zum Planungsatelier. Am Ende des Verfahrens wählt der Gemeinderat die Entwicklungsperspektiven und die Planungsteams aus, die konkrete Entwürfe ausarbeiten sollen.

Weitere Infos unter www.masterplan-neuenheimer-feld.de.