Heidelberg

Medizin Koffer-Unternehmer stiftet 30 Millionen Euro

DKFZ erhält bisher größte Spende

Heidelberg.Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg hat seine bisher größte Spende erhalten – und will mit den 30 Millionen Euro die Krebsvorbeugung und -früherkennung vorantreiben. Die Förderung durch den Kölner Unternehmer Dieter Morszeck („Rimowa“) ermögliche unter anderem den Bau eines Gebäudes für die voll- und halbautomatisierte Sammlung von Blut- und Gewebeproben, teilte die Forschungseinrichtung mit. Bisher erfordert die Sammlung der Proben aufwendige Handarbeit – sie soll von Robotern übernommen werden. Auf dieses Projekt entfällt die Hälfte der Mittel.

Überdies fließt Geld in die Ausbildung der nächsten Generation von Forschern und forschenden Ärzten. Mithilfe der Unterstützung aus der Dieter Morszeck Stiftung kann das DKFZ auch eine Forschungsgruppe und eine Laboreinheit für Einzelzellanalysen einrichten. Diese Methode verspricht laut DKFZ wirksamere Therapien.

„Anfang einer Kooperation“

Morszecks Interesse und Einsatz für die Krebsforschung sind den Angaben zufolge von der Erkrankung seiner Schwester motiviert. „Wir haben uns das Zentrum angesehen und konnten uns überzeugen, dass die Forschung hier sinnvoll und gut ist“, sagte Morszeck laut DKFZ. Er ist der Sohn des Kofferhersteller-Gründers. Vor zwei Jahren hat der französische Luxusgüterkonzern LVMH 80 Prozent der Anteile übernommen.

DKFZ-Vorstandschef Michael Baumann sagte: „Wir im DKFZ haben den Patienten von morgen im Blick, dem wir bessere Therapien anbieten wollen.“ Die Förderung Morszecks helfe, wissenschaftliche Spitzenleistungen zu erbringen.Dieter Morszeck verspricht: „Das ist nicht das Ende, sondern erst der Anfang einer langfristigen Kooperation.“