Heidelberg

Freizeit An der Promenade entsteht gerade eine 4200 Quadratmeter große Anlage für Jugendliche und Erwachsene

Ein Ort fürs ungestörte „Rumhängen“

Heidelberg.Für die Kleinsten gibt es bereits drei Spielplätze entlang der 1,5 Kilometer langen Promenade. Ab Herbst können sich auch Jugendliche und Erwachsene austoben: Auf Höhe der Kumamotostraße nimmt gerade eine 4200 Quadratmeter große Spiel- und Sportfläche Form an.

„Damit schließen wir für diese Altersgruppe eine Lücke“, freut sich Bürgermeister Wolfgang Erichson auf die Fertigstellung. 675 000 Euro investiert die Stadt – über das Bahnstadt-Treuhandvermögen – in das Areal. Das liegt genau genommen bereits im Stadtteil Pfaffengrund: Die Kante der Promenade bildet die Gemarkungsgrenze. Landschaftsarchitekt Alexander Buchmüller hat den Platz konzipiert. Jugendliche hätten ihre Wünsche einfließen lassen, erklärt er. Und so gibt es neben einem Soccer-Court (Kickplatz) bald „Chill-Netze“, in denen die Jugendlichen „abhängen“ können. Zu den üblichen Spielplatzzeiten: täglich von 8 bis 22 Uhr, an Sonn- und Feiertagen gibt es eine Ruhepause von 13 bis 15 Uhr. Wer seine Muskeln stählen möchte, kann das an den Calistenics-Geräten tun: „Früher hätte man Trimm-Dich-Geräte gesagt“, übersetzt Ernst Baader, Leiter des Landschafts- und Forstamtes. Jakob Buchmüller (18) probiert ein paar Klimmzüge an den Stangen aus. „Sehr cool“, findet er die Anlage, die sein Vater mit gebaut hat. In der Mitte ist eine Wiese vorgesehen, die zum Beispiel zum Picknick einlädt. An Slackline, einen weiteren Trendsport, ist ebenfalls gedacht: Gute Körperspannung ist notwendig, um auf dem gespannten Gurt zu laufen. Auf freies Wlan dürfen die Nutzer des Platzes ebenfalls zurückgreifen: Die Sender dafür werden „möglichst unauffällig“ an den vier Meter hohen Stangen befestigt, die das Ballfangnetz für den Kickplatz halten.

Drohen Probleme mit Vandalismus und nächtlichem Lärm wie auf der Alla-Hopp-Anlage? Und nachbarliche Einsprüche? Auf der einen Seite grenzt die Freizeitfläche an weite Felder und Kleingärten, gegenüber, jenseits der Promenade, vermakelt die Sparkasse gerade im Auftrag eines Hamburger Investors 80 Wohnungen im „Urban View“-Komplex. „Wer hier herzieht, weiß, wo er hinzieht“, sieht Erichson die Beschwerde-Gefahr nüchtern. miro

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