Heidelberg

Fortbildung Angebot von Stadt und PH für Schulen

Einsatz gegen Ausgrenzung

Archivartikel

Heidelberg.„Auch auf dem Schulhof wird der Ton rauer“, sagt Heidelbergs Integrationsbürgermeister Wolfgang Erichson. Selbst Pädagogen seien da manchmal ratlos. „Null Toleranz gegenüber Ausgrenzung“ heißt eine neue Antidiskriminierungs-Fortbildung für Lehrkräfte. Gemeinsam mit der Stadt und der Pädagogischen Hochschule (PH) hat die Internationale Gesamtschule Heidelberg (IGH) das Angebot nun als erste Schule der Stadt kennengelernt.

Alle Schüler der IGH hatten gestern – am Pädagogischen Tag – frei, damit jeder Lehrer an der Fortbildung teilnehmen konnte, betont Erichson. Ziel des neuen Angebots sei es, Lehrkräfte sicherer zu machen im Umgang mit Ausgrenzung im Unterrichtsalltag. Die IGH sei von sich aus auf die Stadt zugekommen mit der Bitte, eine solche Fortbildung anzubieten. „Die Lehrkräfte wünschten sich Unterstützung darin, wie sie ihre Schüler zu mehr Zivilcourage anleiten können“, ergänzte Erichson. „Null Toleranz“ soll ein Angebot auch an andere Einrichtungen und Institutionen sein – „nicht nur in Schulen, auch zum Beispiel in Sportvereinen“, möchte auch Oberbürgermeister Eckart Würzner das Thema nicht allein im Schulbereich angesiedelt sehen: „Es geht um Mobbing, um Ausgrenzung von Andersgläubigen und vieles mehr.“ Würzner wünscht sich, dass diese Präventionsarbeit dauerhaft ins Fortbildungsangebot aufgenommen wird.

Interkulturelle Trainer

Dörthe Domzig, Leiterin des Amts für Chancengleichheit, und Petra Fetzer, Geschäftsführerin der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung an der PH, erklärten, dass es in dem ganztägigen Workshop auch darum gehe, zu sensibilisieren und die eigenen Werte sowie soziokulturelle Unterschiede kennenzulernen – um schließlich auch die eigene Haltung zu erspüren. Interkulturelle Trainer leiten die Workshops.