Heidelberg

Umwelt Suche nach Grund für Blau im Trinkwasser geht weiter

Ergebnisse erst ab Wochenmitte

Heidelberg.Einen Tag nachdem das Trinkwasser in Dossenheim und im Norden Heidelbergs wegen Blaufärbung nicht verwendet werden durfte, geht die Suche nach der Ursache der Verfärbung weiter. Ralph Adameit, Sprecher des Rhein-Neckar-Kreises, erklärte, dass gestern rund um das Wasserwerk im Norden Heidelbergs zehn Proben gezogen wurden. Ergebnisse werden nicht vor Mitte nächster Woche erwartet. Sicher sei aber, dass das bläuliche Wasser, das immer noch aus dem 100 Meter tiefen Brunnen kommt, nicht gesundheitsschädlich ist. Zwei Untersuchungseinrichtungen (Hygieneinstitut der Universität Heidelberg, Technologiezentrum Wasser Karlsruhe) versuchen mithilfe erneuter spektrometrischer Analysen die Ursache für die bläuliche Färbung herauszufinden. Das Wasserwerk Entensee bleibt abgeschaltet. Die Trinkwasserversorgung wird über ein anderes Wasserwerk gesichert.

Verfärbung geortet

Dass die Bevölkerung zuletzt in ganz Heidelberg und in Dossenheim vor dem Trinkwasser gewarnt wurde, sei vorsorglich notwendig gewesen, betonte Rainer Schwertz, Leiter des Gesundheitsamtes des Rhein-Neckar-Kreises bei einer Pressekonferenz am Donnerstag – auch vor dem Hintergrund des Chemieaustritts ein paar Tage zuvor. Einen Zusammenhang mit diesem Chemieunfall am Samstag vor einer Woche in Wieblingen schlossen die Behörden aber schnell aus. Die Verfärbung ging auf den Bereich des Wasserwerks Entensee zurück – auch das war früh klar.

Gegen 8.30 Uhr waren am Donnerstag erste Hinweise von Bürgern aus Dossenheim auf die bläuliche Verfärbung eingegangen. Ab 10 Uhr warnten die Katastrophenschutz-Apps, außerdem informierten Feuerwehrangehörige per Lautsprecherdurchsage. Weil das Wasser weder getrunken, noch zum Duschen oder Händewaschen benutzt werden sollte, nutzten Forschungseinrichtungen und das Uniklinikum Notfallpläne. Die Mensen im Neuenheimer Feld schlossen, das Essen musste weggeworfen werden. 

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