Heidelberg

Neckarwiese Stadt verstärkt Maßnahmen gegen Kot der Tiere

Gänse mit allen Mitteln bekämpfen

Heidelberg.Mit verschiedenen Maßnahmen will die Stadt Heidelberg die Anzahl wilder Gänse im Stadtgebiet reduzieren – insbesondere auf der Neckarwiese im Stadtteil Neuenheim. Auf der beliebten Naherholungsfläche finden die Tiere ideale Bedingungen vor: kurzen Rasen, flache Ufer, Zugang zum Wasser und ein Überangebot an Futter. Mit der Anzahl der Tiere mehren sich die Beschwerden aus der Bevölkerung über die Hinterlassenschaften. Ordnungsbürgermeister Wolfgang Erichson sagt dazu: „Wir können die Gänsepopulation nur mit einer Kombination aus verschiedenen Maßnahmen eindämmen. Eine einfache Lösung gebe es nicht, so der Bürgermeister.

Insofern bleiben die Jagdpächter der angrenzenden Feldjagdreviere aufgefordert, die Nilgans verstärkt zu bejagen. Und zwar dort, wo das gefahrlos möglich sei. Aktuell werden im Jahr durchschnittlich 70 bis 80 Tiere geschossen. Auf der Neckarwiese ist das aus Sicherheitsgründen nicht möglich.

Eine weitere Maßnahme gegen die Gänsevermehrung besteht im Fütterungsverbot. Verstöße sollen nun noch stärker geahndet werden, wie die Stadt mitteilt. Aktuell ist bei einem Erstverstoß ein Verwarnungsgeld von 35 Euro fällig, bei Wiederholung wird die Geldbuße auf 60 Euro erhöht. Die Stadtverwaltung wird das Bußgeld ab sofort deutlich erhöhen, und zwar auf 55 Euro beim Erstverstoß und 75 Euro fürs wiederholte Füttern.

Die Stadtverwaltung will darüber hinaus alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um die Reproduktionsrate der Tiere zu verringern. Das Aufheben der Leinenpflicht in den Morgenstunden wird als nicht zielführend eingeschätzt, da die Gänse schnell lernten, zu welcher Tageszeit sie die Wiese gefahrlos ansteuern können.

Zum Gänsekot selbst sagt die Stadt, dass er nicht gesundheitsgefährdend sei. Der Reinigungsaufwand auf der Wiese sei aber erheblich und betrage pro Reinigungsgang der Wiese drei Arbeitstage.