Heidelberg

Virtuelle Bildergalerie Interkulturelles Zentrum Heidelberg macht Ausstellung „Woran das Herz hängt“ digital zugänglich

Geschichten von Flucht und Erinnerung

Archivartikel

Heidelberg.Ein Gegenstand kann so viel mehr sein als nur ein Gegenstand – er erzählt eine Geschichte. Die Ausstellung „Woran das Herz hängt. Flucht und Erinnerung“, die vom interkulturellen Frauenverein EVA und anderen Heidelberger Vereinen und Institutionen erstellt wurde, zeigt Fotografien von Dingen, die Frauen auf der Flucht aus ihrem Heimatland mitgebracht haben und die sie während ihrer schwierigen Reise immer bei sich trugen. Zu sehen sind auch Gegenstände, die von Frauen und Kindern in Gefängnissen hergestellt oder genutzt wurden.

Video ab heute Abend öffentlich

Ursprünglich fand die Ausstellung vom 5. bis 26. März im Foyer des Heidelberger Rathauses statt, doch wegen der Corona-Pandemie konnten viele Interessierte die Schau nicht besuchen. Das Interkulturelle Zentrum (IZ) Heidelberg digitalisiert deshalb die Ausstellung seit Ende Oktober in Kooperation mit dem interkulturellen Frauenverein EVA und macht sie in einer Bildergalerie auf seiner Internetseite sowie in den sozialen Medien zugänglich, wo sie bis Ende Januar verfügbar sein wird. Anstelle einer Eröffnung wird am Mittwoch, 4. November, um 19 Uhr ein Video, in dem die Geschichten der Frauen vertont sind, live auf dem Youtubekanal des IZ veröffentlicht.

Menschen, die aus verschiedenen Gründen ihre Heimatländer verlassen mussten und nach Deutschland geflüchtet sind, würden – auch in den Meldungen der Medien – oft unter dem Aspekt der Belastung wahrgenommen, so eine Mitteilung des Interkulturellen Zentrums. Die Ausstellung solle verdeutlichen, „dass jeder einzelne Mensch, der zu uns gekommen ist, eine persönliche Geschichte hat, die wir nachvollziehen können, wenn wir uns darum bemühen“. 

Info: Zur digitalen Ausstellung: www.iz-heidelberg.de 

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