Heidelberg

Bildung Sieben Landessieger von drei Gymnasien aus Heidelberg und Ladenburg beim Geschichtswettbewerb

Gratulation von Kultusministerin

Archivartikel

Heidelberg.„So geht’s nicht weiter - Krise, Umbruch, Aufbruch“: Dieses Thema hat bundesweit Schüler inspiriert. Sieben von ihnen aus der Region sind am gestrigen Freitag beim alle zwei Jahre ausgeschriebenen Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten in Stuttgart als Landessieger ausgezeichnet worden. Mit ihnen freuen sich zwei Gymnasien aus Heidelberg und das Carl-Benz-Gymnasium Ladenburg. Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann hat die Preise mit Caroline Gritschke (Haus der Geschichte Baden-Württemberg), und Thomas Paulsen (Mitglied des Vorstands der Körber-Stiftung) im Neuen Schloss der Landeshauptstadt übergeben.

Von der Elisabeth-von-Thadden-Schule in Heidelberg sind zwei Beiträge erfolgreich gewesen: Alexandra Barbara Ziegler (16) und Marina Julia Kaiser (16) forschten zum Heidelberger Patientenkollektiv (SPK) und Leon Zorn (kleines Bild links) drehte einen Dokumentarfilm über „Donum vitae“: „Die Teilnahme am Geschichtswettbewerb war eine willkommene Abwechslung im Abiturstress für mich“, blickt er zurück.

Das SPK war eine sozialistische Therapiegemeinschaft Anfang der 1970er-Jahre in Heidelberg. Ihre Mitglieder fielen durch ihre radikalen politischen Einstellungen und durch neue Therapiemethoden auf. Die Arbeit konzentrierte sich auf die Radikalität und ihre Folgen. „Nach Abgabe der Arbeit waren wir einerseits erleichtert, weil die Endphase doch recht stressig war, andererseits waren wir auch traurig, weil diese spannende Zeit vorbei war. Doch vor allem waren wir – wie wahrscheinlich alle anderen auch – stolz auf das Ergebnis und dass nach so viel Arbeit eine in unserem Fall 50-seitige Arbeit entstanden ist“, berichten Ziegler und Kaiser. KFG-Schüler Marin Keimer (kleines Bild rechte Spalte) war ebenfalls unter den Besten. Er hat sich mit Syriens Geschichte (1945 bis 1965) befasst.

Maxime Peter Fritzsch (17) und Vanessa Kaupe (18) vom Carl-Benz-Gymnasium Ladenburg sowie Alitsia Ast (18) vom Kurfürst-Friedrich-Gymnasium in Heidelberg wurden ebenso Landessieger und in Stuttgart geehrt – wir haben sie bereits in unserer Ausgabe von Freitag vorgestellt. Rund 5600 Schüler haben bundesweit 1992 Beiträge eingereicht.

„Ein Kompliment an alle, die mitgemacht haben. Ich bin dankbar, dass es solche Wettbewerbe gibt, die ein Bewusstsein bei Schülern bilden“, lobte Ministerin Eisenmann. Insgesamt sind 29 Preise für den Landessieg (je 250 Euro) und 29 Förderpreise (je 100 Euro) an baden-württembergische Schulen gegangen. Das Nicolaus-Kistner-Gymnasium in Mosbach erhielt den Preis als landesbeste Schule (1000 Euro).

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