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Heidelberg: Überfall auf Pizzabote - 21-Jähriger gesteht Tatbeteiligung

Heidelberg.Im Prozess um den Überfall auf einen Pizzaboten am 13. November 2017 in einer Tiefgarage auf dem Emmertsgrund hat ein 21-Jähriger seine Tatbeteiligung gestanden. Er gab vor dem Heidelberger Landgericht zu, per Handy beim Lieferservice eine „Pizza Salami“ und ein Getränk bestellt und den Boten damit in die Falle gelockt zu haben. Sein sieben Monate älterer mutmaßlicher Komplize machte zunächst keine Angaben vor Gericht. Die Beute: 250 Euro.

Die Anklage wirft beiden schwere räuberische Erpressung vor. Beide Männer sind strafrechtlich vorbelastet, der mutmaßliche Haupttäter war sechs Wochen vor der Tat vorzeitig aus der Haft entlassen worden. „Ich habe die ganze Zeit an etwas Anderes gedacht, war nicht ganz bei der Sache. Und dann ist die Sache passiert“, schilderte der Jüngere das Geschehen. Er habe „einfach Lust auf eine Pizza“ verspürt und sei von seinem Kumpel auf den Emmertsgrund gerufen worden. Als der Bote kam, sei der Freund maskiert und mit einem Messer bewaffnet aufgetaucht und habe den Boten bedroht. Er selbst habe die Pizza fallen lassen und sei geflüchtet.

Wenig später wurden beide festgenommen. Um 22.11 Uhr war die Bestellung in der Filiale in Kirchheim eingegangen. „Auf dem Karton stand: Kunde wartet neben Garage. Das war ungewöhnlich für eine Bestellung, erzählt der 38 Jahre alte Pizzabote. „Der Maskierte war sehr groß. Er sagte: Ich will nur Dein Geld. Da habe ich ihm den Geldbeutel hingeworfen und dann ist er verschwunden.“ Bei dem Überfall sei viel Vertrauen verloren gegangen: „Kein Fahrer will mehr da hochfahren.“