Heidelberg

Spende Fünf Rotary Clubs finanzieren ertastbares Stadtmodell für den Karlsplatz

Heidelberg mit Fingern spüren

Heidelberg.Die Heidelberger Altstadt im Maßstab 1:800 und aus Bronze – dieses Blindenstadtmodell zum Anfassen wird ab Frühjahr 2020 auf dem Karlsplatz stehen.

Gespendet wird die ertastbare Stadtskulptur von den fünf Rotary Clubs Heidelberg. Wie sie aussehen wird, hat Künstler Felix Brörken aus Welver in Westfalen Heidelbergs im Beisein von Erstem Bürgermeister Jürgen Odszuck vorgestellt: Der Kunststoffentwurf zeigt die besondere topografische Lage der Altstadt mit Schloss, Heiliggeistkirche und Alte Brücke. Aus diesem Entwurf wird die Gießerei Schwab in Münster ein Modell erstellen, das in Bronze gegossen wird. Die fertige, zwei Quadratmeter große und rund 160 Kilogramm schwere Bronze-Altstadt wird ihren Platz auf einem Sockel finden, den die Stadt Heidelberg anfertigen und finanzieren wird.

„Der Kunststoffentwurf des künftigen Miniatur-Heidelbergs macht neugierig“, sagte Jürgen Odszuck. „Man möchte direkt jedes einzelne Haus, die Gassen und Plätze mit den Händen ertasten und erkunden. Das Bronze-Modell wird sowohl sehbehinderten als auch sehenden Bürgern ganz neue Perspektiven auf die Stadt eröffnen. Das Blindenstadtmodell wird eine Bereicherung für die Stadt sein – für diese tolle Initiative möchte ich mich jetzt schon herzlich bei den Rotariern bedanken.“ Die Initiative für die Skulptur ging von Dietrich Götze, Frieder Hepp, Herbert A. Jung und Rolf Stroux aus.

Für die Erstellung eines maßstabgetreuen Stadtmodells benötigt Felix Brörken rund zehn Monate. Im ersten Arbeitsschritt besucht er die Städte und fotografiert die Straßen und Gebäude. Die Häuser werden in eine Styroporplatte geschnitzt und kleine Details wie Fenster und Türen eingezeichnet. Der Kunststoffentwurf landet schließlich bei der Bronzegießerei. 

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