Heidelberg

Wegen steigender Infektionszahlen

Heidelberger Weihnachtsmarkt fällt Corona zum Opfer

Heidelberg.Der Heidelberger Weihnachtsmarkt 2020 ist abgesagt: Die Veranstaltung in der Altstadt kann in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie mit aktuell deutlich ansteigenden Infektionszahlen nicht stattfinden. Das gaben am Freitag die Stadt und Heidelberg Marketing als Veranstalter gemeinsam bekannt.

„Schweren Herzens“ müsse der Weihnachtsmarkt abgesagt werden, bedauert Oberbürgermeister Eckart Würzner die Entscheidung. „Die aktuelle Entwicklung mit stark ansteigenden Infektionszahlen und den daraus resultierenden, notwendigen Einschränkungen bei Veranstaltungen lässt dies aber nicht zu“, erklärt Würzner. Mit in die Entscheidung eingeflossen sei auch die Tatsache, dass im Heidelberger Umland bereits einige Weihnachtsmärkte abgesagt wurden. „Das würde einen noch größeren Besucherandrang bei uns ergeben. Da kann niemand mehr den notwendigen Mindestabstand einhalten“, befürchtet der Oberbürgermeister.

Dass der Weihnachtsmarkt jedoch ersatzlos gestrichen wird, steht noch nicht fest, auch um der Schausteller-Branche unter die Arme zu greifen, die von der Entscheidung besonders betroffen ist. Mathias Schiemer, Geschäftsführer von Heidelberg Marketing, sagt dazu folgendes: „Wir schauen daher aktuell, ob wir ihnen in der Vorweihnachtszeit alternativ einzelne Standorte im Stadtgebiet als Standfläche anbieten können.“ Oberstes Ziel sei es dabei, dass dem Infektionsgeschehen sowie den Regelungen der Landes- und Bundesregierung entsprechend gehandelt wird.

Heidelberg hat seit Mittwoch, 14. Oktober, bei der Sieben-Tage-Inzidenz die Vorwarnstufe von mehr als 35 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten. Die Stadt reagierte hierauf in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt mit zwei zentralen Maßnahmen: Seit Freitag, 16. Oktober 2020, gilt eine Maskenpflicht im Fußgängerbereich der Altstadt, auf dem Bismarckplatz, dem Bahnhofsvorplatz (Willy-Brandt-Platz) sowie auf Wochenmärkten und sonstigen Märkten. Privatveranstaltungen wie beispielsweise Hochzeiten, Junggesellenabschiede oder Geburtstage sind in privaten Räumen nur noch mit maximal 15 Teilnehmenden möglich. In öffentlichen oder angemieteten Räumen gilt eine Beschränkung auf 25 Personen.

Zum Thema