Heidelberg

„Heiße“ Diskussion um Klimastudie

Hätte bei der Konzeption der Bahnstadt viel mehr an Abkühlung und Schattenplätze gedacht werden müssen? Für Diskussionen sorgt die Arbeit von Kathrin Foshag, Doktorandin am Geographischen Institut. Sie hat 2018 verschiedene Plätze in Heidelberg untersucht. Das Ergebnis ihrer Arbeit: Selbst in der versiegelten Altstadt auf dem Universitätsplatz ist es weniger warm als in der neu gebauten Bahnstadt.

Unter anderem berichteten der Deutschlandfunk und SWR über die Aussagen der Heidelberger Geografin. Bürgermeister Wolfgang Erichson hingegen betont, man solle über diese Studie „besser gar nicht berichten“ und kritisiert, dass die Basis zu klein gewählt sei, um daraus solche weitgefassten Schlüsse zu ziehen. Die Verfasserin der Studie „wisse im Übrigen um die Schwächen ihrer Arbeit“, sei mehrfach vergebens eingeladen worden, ihre Thesen öffentlich mit der Stadt zu diskutieren. Dem wiederum widerspricht Foshag: „Es gab keine an mich gerichtete Anfrage von ,Bürgermeisterseite’ hinsichtlich der Thematik“, betont sie. „Ich habe in den vergangenen Wochen in einigen öffentlichen Beiträgen mitgewirkt und mehrfach Stellung zu unseren Forschungsergebnissen bezogen. Aufgrund der aktuellen öffentlichen Debatte möchte ich aber von weiteren Anfragen absehen und bitte um Ihr Verständnis, dass ich kein weiteres Interview geben kann“, teilt sie dieser Redaktion mit.

Im Übrigen sei Raino Winkler, Abteilungsleiter im städtischen Umweltamt, Co-Autor der Studie. Ihre Aussagen seien „rein aus wissenschaftlicher Perspektive“ getätigt; diese seien belastbar und basierten auf Daten, die nachgelesen werden könnten in der Publikation.

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