Heidelberg

Gesundheit Neue Zentrale an Uniklinik eröffnet

Hörstörung erkennen

Archivartikel

Heidelberg.Zum 1. Januar hat Baden-Württemberg eine spezielle Untersuchungseinheit für Babys bekommen, die beim Neugeborenen-Screening Hinweise auf eine Hörstörung zeigen. Bei vielen Kindern, die unter Schwerhörigkeit oder Taubheit leiden, beginnt die Therapie zu spät. Ziel ist es deshalb, dass möglichst alle Kinder mit Hörstörung bis Ende des sechsten Lebensmonats mit einer Behandlung beginnen.

Die Hörtrackingzentrale des Landes Baden-Württemberg ist angesiedelt am Dietmar-Hopp-Stoffwechselzentrum des Universitätsklinikums und hat gestern offiziell ihren Dienst aufgenommen. Alle in Baden-Württemberg geborenen Kinder, deren Hörtest nach der Geburt auffällig ist, sollen gründlich untersucht werden. Wenn sich eine Schwerhörigkeit oder Taubheit bestätigt, sollen die Kinder innerhalb eines halben Jahres die notwendigen Hilfsmittel und Therapien bekommen. „Nur wer richtig hört, kann auch richtig sprechen lernen“, fasst Teamleiter Professor Peter Plinkert zusammen. Bis zu 40 Prozent der betroffenen Kinder bekämen zu spät die richtige Förderung und Behandlung. Das könne große Auswirkungen auf den Lebensweg haben. red