Heidelberg

Hoher Wert Sicherheit

Mehr als zwei Drittel der befragten Heidelberger haben nichts gegen eine computergestützte Videoüberwachung von öffentlichen Plätzen: Noch vor zwanzig Jahren wäre dieses Ergebnis wohl kaum so hoch ausgefallen. Eine derart große Akzeptanz erstaunt umso mehr, als Heidelberg nicht nur für die Nachbarstädte eher als „Insel der Glückseligen“ ohne sozialen Brennpunkt erscheint.

Trotz der sehr genauen Formulierung bleibt unwahrscheinlich, dass die Befragten gezielt Zustimmung zum gemeinsamen Pilotprojekt der beiden Nachbarstädte Mannheim und Heidelberg mit dem Polizeipräsidium Mannheim und dem Fraunhofer Institut gaben. Derart detaillierte Kenntnis der Planungen kann beim Normalbürger kaum vorausgesetzt werden.

Das erlaubt indes den Schluss, dass generell eine sehr positive Stimmung zur Videoüberwachung öffentlicher Plätze vorhanden zu sein scheint. Vorausgesetzt: Es werden auf diese Weise Straftaten verhindert. Das sieht wohl selbst das eher kritische Bildungsbürgertum so.

Sicherheit ist ein hohes Gut, das unbedingt geschützt werden muss. Datenschutz aber ebenfalls. Akribisches Hinschauen bleibt sowohl auf „kritischen“ Plätzen, als auch bei dem „Wie“ der Überwachung unerlässlich. Nur so wird Missbrauch verhindert – und der kann immer dann geschehen, wenn Computer in unser Privatleben schauen.