Heidelberg

Verkehr Führerhaus falscher Ort für Wochenruhezeit

Jeder Zweite bleibt im Lkw

Sinsheim.Damit Lastwagenfahrer ausgeruht in die Woche starten, dürfen sie seit einiger Zeit ihre vorgeschriebene Wochenpause von 45 Stunden nicht mehr im Führerhaus verbringen. Wie gut sich die Trucker an die Vorgabe halten, hat die Mannheimer Verkehrspolizei erstmals überprüft. Bei einer Sonderkontrolle auf der Rastanlage Kraichgau in Sinsheim beanstandeten die Beamten am Montagmorgen von 40 Lkw-Fahrern mehr als die Hälfte. So hatten 18 Fernfahrer ihre Ruhezeit nicht zuhause, sondern an der A 6 verbracht. Drei Trucker müssen wegen anderer Verstöße mit Anzeigen rechnen.

Mehr als 30 000 Euro eingezogen

„Die Kontrollen sind sehr zeitintensiv, pro Lastwagen dauert es bis zu eineinhalb Stunden“, berichtet ein Polizeisprecher. So müssten Fahrerkarte und Kontrollgerät ausgelesen sowie die Frachtpapiere der vergangenen Tage überprüft werden. Werde ein Verstoß festgestellt, müssen ausländische Fahrer eine Sicherheitsleistung in Höhe des verhängten Bußgelds in bar bezahlen. Für Fahrer bedeute das 500 Euro, während für die Unternehmer 1500 Euro fällig werden. So seien bei der Kontrolle mehr als 30 000 Euro an Sicherheitsleistungen eingezogen worden.

Ein ausländischer Unternehmer müsse gar mit einer Strafe von 7500 Euro rechnen, weil sein Fahrer statt der genehmigten drei Transporte insgesamt acht in Deutschland durchgeführt hat. Aufgrund der hohen Beanstandungsquote will die Polizei weiter kontrollieren. sin