Heidelberg

Ankunftszentrum Land lässt Nutzung offen

Kein Zeitplan zu PHV

Heidelberg.Oberbürgermeister Eckart Würzner fordert vom Land Baden-Württemberg weiterhin eine verbindliche Umzugsplanung für das Ankunftszentrum für Flüchtlinge im Patrick-Henry-Village (PHV). Die Nutzungsvereinbarung zwischen Stadt und Land für das ehemalige US-Militärgelände PHV läuft Ende April aus. Die Landesregierung habe in einem Schreiben an die Stadt bekräftigt, dass es die Einrichtung nur befristet auf dem Areal betreiben wird, teilte die Verwaltung mit. Wie lange dies aus Sicht des Landes jedoch noch andauern soll, ließ Staatsminister Klaus-Peter Murawski demnach in seiner Antwort offen.

Neuer Stadtteil geplant

Die Stadt plant auf dem PHV-Areal einen neuen Stadtteil für 10 000 Bewohner und 5000 Beschäftigte. Das PHV ist in etwa so groß wie die Heidelberger Altstadt. Am 14. Dezember will der Gemeinderat über die neue Nutzung entscheiden. „Wir brauchen jetzt Verbindlichkeit“, sagt Würzner. „Wir brauchen die Fläche spätestens in zwei Jahren. Ich trage eine Verlängerung des Ankunftszentrums gerne mit. Aber das kann ich dem Gemeinderat nur vorschlagen, wenn sich das Land auf einen konkreten Umzugsplan verpflichtet.“

Gerade diesen legte die Landesregierung jedoch nicht vor. Dennoch bestätigt Murawski: „Das Land steht nach wie vor zu seinem Wort, das Ankunftszentrum in PHV nur übergangsweise zu nutzen und das Areal binnen weniger Jahre freizumachen.“ hhk