Heidelberg

Coronavirus Offener Brief des Dezernat 16 an Politik

Kreative in großer Sorge

Heidelberg.Die Unternehmen im Heidelberger Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum Dezernat 16 schlagen Alarm: Man unterstütze die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, heißt es in einem Offenen Brief an die baden-württembergische Landesregierung. Allerdings müsse sich die Politik verstärkt für die Betriebe einsetzen.

Kulturbranche, Kreative und Veranstaltungsbetriebe hätten alles daran gesetzt, innovative und hygienekonforme Lösungen zu entwickeln. Die aktuellen Kontaktbeschränkungen und Schließungen hätten nun aber schwerwiegende Auswirkungen. „Gerade diese Branchen stehen mit dem erneuten Lockdown vor dem Aus, denn auch die Hilfspakete fangen die Umsatzeinbußen nicht auf“, heißt es im Brief.

Aufträge ersatzlos weggebrochen

Unterzeichnet haben den Brief die Zentrumsmanager Philipp Eisele und Laura Köszegi sowie knapp 40 Mieterinnen und Mieter des Dezernat 16. Kleinst- und Kleinunternehmen finden demnach in der Öffentlichkeit nur schwer Gehör. „Sie stehen häufig am Beginn von Wertschöpfungsketten, wodurch Aufträge sofort und ohne Ersatz wegbrechen.“ Die Kultur- und Kreativbranche sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Baden-Württemberg: 2017 erwirtschafteten die 30 621 Unternehmen der Branche einen Umsatz von rund 24,4 Milliarden Euro. 

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