Heidelberg

Pandemie Karl Oswald GmbH startet eigene Herstellung

Masken aus Heidelberg

Heidelberg.Nun gibt es ersten Profi-Masken „made in Heidelberg“: Ab dem heutigen Samstag liegen sie in ausgewählten Geschäften aus. Der Großhandel für Friseurbedarf von Karl Oswald hat am Donnerstag seine Produktion offiziell gestartet. Im Stadtteil Wieblingen sind zwei aus China importierte Maschinen in Betrieb, die vier Lagen Filtermaterial zusammenfügen, stanzen und mit Haltebändern versehen. Das Stück kostet rund 2,20 Euro.

„Osvirol 8000“ heißt das erste Produkt, das nun zunächst in den eigenen Geschäften des Friseurbedarf-Großhandels in der Metropolregion zu haben ist.

Rund eine Million Euro haben Unternehmer Peter Oswald und sein Sohn Thomas in die beiden Produktionsmaschinen investiert, die im Juni pünktlich per Zug aus China geliefert wurden. Die erste Zertifizierung (CPA) ist bereits durchlaufen, seit sechs Wochen läuft die Prüfung für das CE-Zeichen. Danach dürfen die Produkte offiziell „FFP2“-Masken genannt werden.

Angestrebt wird eine Stückzahl von 600 000 pro Monat. Den Rohstoff liefert das Weinheimer Unternehmen Freudenberg. Oberbürgermeister Eckart Würzner schaute sich die Fertigung zum Start am Donnerstag an. „Es freut mich wirklich, dass es gelungen ist, hier eine Produktion aufzubauen“, erklärte er. Eine Lehre aus der Pandemie sei, dass systemrelevante Produkte auch regional hergestellt werden müssten. Zu Beginn der Pandemie hatte es immense Lieferengpässe bei den Medizinischen Masken gegeben, weil China quasi ein Herstellungsmonopol innehatte. 

Zum Thema