Heidelberg

Rathaus Grüne schlagen Hannoveraner Raoul Schmidt-Lamontain als neuen Dezernenten vor

„Nordlicht“ soll Klima hüten

Archivartikel

Heidelberg.Heidelberg sucht in diesem Jahr gleich zwei neue Bürgermeister. Der erste scheint schon gefunden: Im Oktober soll Raoul Schmidt-Lamontain (43) das neu zugeschnittene Ressort für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität leiten. Dafür spricht sich die grüne Gemeinderatsfraktion aus. Sie hat das Vorschlagsrecht für den Dezernenten. Noch etwas länger Zeit hat die SPD-Fraktion, um den künftigen Sozial-, Bildungs- und Familiendezernenten auszuwählen: Amtsinhaber Joachim Gerner wechselt zum Jahresende in den Ruhestand.

„Raoul Schmidt-Lamontain ist die absolut geeignete Persönlichkeit für diese Aufgabe. Wir sind überzeugt: Mit ihm werden wir im neu geschaffenen Dezernat die Ressorts Klimaschutz, Umwelt und Mobilität voranbringen und die vor uns liegenden Herausforderungen gemeinsam bewältigen“, erklärt der Grüne-Fraktionsvorsitzende Derek Cofie-Nunoo.

Schmidt-Lamontain ist seit 2015 Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften in Dresden. Der Diplom-Ingenieur und Architekt hatte zuvor fünf Jahre in seiner Geburtsstadt Hannover im Bereich Stadterneuerung gearbeitet. In der Nähe Heidelbergs sollen Familienmitglieder seiner Frau leben. Das Paar hat drei Kinder. Am 24. März stellt sich der Favorit aus einem Kreis von 21 Bewerbern den Grünen-Mitgliedern Heidelbergs vor.

„Wir freuen uns sehr, mit Raoul Schmidt-Lamontain einen außerordentlich kompetenten und erfahrenen Bewerber gefunden zu haben. Wir stellen allerdings fest: Die strukturelle Benachteiligung von Frauen zeigt sich leider auch darin, dass in entsprechenden Positionen mit den Ausbildungs- und Erfahrungsbereichen Klima, Umwelt und Mobilität nach wie vor viel zu wenige Frauen zu finden sind. Das muss sich ändern, und wir werden uns weiter dafür einsetzen“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Luitgard Nipp-Stolzenburg. Neben Oberbürgermeister Eckart Würzner leiten demnächst weitere fünf Männer – und keine Frau – die Dezernate.

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