Heidelberg

Pandemie Kultusministerin Susanne Eisenmann in der Stadt

Präsenz geht vor

Heidelberg.„Kitas und Grundschulen müssen auf jeden Fall geöffnet bleiben – und Präsenzunterricht hat immer Vorrang“: Kultusministerin Susanne Eisenmann hat am Freitag Heidelberg besucht und sich auf Einladung der CDU-Landtagskandidatin Anja Boto gut 90 Minuten Zeit für eine Online-Diskussion mit rund 50 Schülern, Elternvertretern und Schulvertretern genommen.

Maskenpflicht, Wiederaufnahme von Arbeitsgruppentreffen, Unterricht daheim und digitale Ausstattung: Die rege Diskussion via „Zoom“ schnitt viele Aspekte an. Derzeit befänden sich in Baden-Württemberg 800 Klassen in Quarantäne – von insgesamt 67 500, rechnete die Ministerin vor. In ganz Deutschland seien wegen Corona nur 0,3 Prozent der Schulen geschlossen (106 von 33 000).

Dies und die Erkenntnisse unter anderem der Unikliniken in einer Studie, wonach Schulen und Kitas keine Infektionstreiber seien, unterstrichen die Bedeutung des Präsenzunterrichtes. Von einer Verlängerung oder Verschiebung der Weihnachtsferien hält Eisenmann nichts: „Eine Veränderung der Ferien löst keine Probleme, sondern löst neue aus“, verwies sie auf Betreuungslücken, die etwa berufstätige Eltern treffen würden.

„Ich komme gerne wieder“, versprach Eisenmann, die sich zuvor in der Universitätsklinik mit dem Chef-Virologen Hans-Geog Kräusslich ausgetauscht hatte. 

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