Heidelberg

Prozess um versuchten Mord: Tatmesser trägt Namen des Angeklagten

Heidelberg.Der eingravierte Name auf dem Messergriff, das am Tatort zurückblieb, hat die Ermittler zum mutmaßlichen Täter geführt: Im Prozess um versuchten Mord in Heidelberg-Rohrbach haben am Dienstag Ermittler Details zur Beweisführung beigetragen. Ein 39-Jähriger muss sich seit Montag vor dem Heidelberger Landgericht verantworten, weil er einen Gleichaltrigen in dessen Wohnung mit einem Fleischhammer sowie einem Klappmesser schwer verletzt haben soll.

Die Suche nach dem flüchtigen Täter hielt im September die Bewohner des Heidelberger Stadtteils Rohrbach in Atem. Am Tatort habe man einen „wenig kooperativen Geschädigten“ angetroffen, berichtet der Sachbearbeiter der Kripo. Er habe auch keinen Zutritt in seine Wohnung gewähren wollen. Per Gerichtsbeschuss durften die Ermittler trotzdem rein und fanden neben Drogen, einem fünfstelligen Geldbetrag in bar und zwei scharfen Pistolen eine handschriftliche Telefonliste. Ein Name darauf entsprach der Namensgravur auf dem Messer.

Als Hintergrund werden Drogengeschäfte vermutet. Der Angeklagte und der Nebenkläger schweigen zur Tat. 

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