Heidelberg

Neckarufer Neue Planungen von „Stadt an den Fluss“ sehen durchgehenden Rad- und Fußweg im Heidelberger Süden vor

Rad- und Fußweg am südlichen Neckarufer geplant

Heidelberg.Ein durchgehender Radweg vom Wieblinger Wehr bis zum Karlstor, ein Spazierweg unterhalb der viel befahrenen B 37 und zehn Bereiche am südlichen Neckarufer, die für Heidelberger und Touristen erschlossen werden: Im Mai könnte der Heidelberger Gemeinderat grünes Licht für die neuen „Stadt an den Fluss“-Planungen geben. Eine Architekten-Arbeitsgruppe hat im Auftrag der Stadt eine Machbarkeitsstudie erarbeitet (das Konzept stellten wir in unserer gestrigen Ausgabe vor). In einem Pressegespräch haben Oberbürgermeister Eckart Würzner, Baubürgermeister Jürgen Odszuck, Tiefbauamtsleiter Jürgen Weber und Alexander Krohn von der städtischen Stabsstelle „Stadt an den Fluss“ die Pläne am Mittwochnachmittag im „Pier 4“ Details erklärt.

Dort wird gerade ein erster Baustein realisiert: Der Neckarlauer ist seit November eine Baustelle. Das alte, denkmalgeschützte Pflaster ist ausgebaut worden und wird barrierefrei neu gesetzt: Jeden einzelnen Naturstein reinigen und prüfen die Arbeiter, um sie auf neuem Grund wieder einzusetzen. Dazwischen ermöglichen neue Sandsteinwege auch Rollstuhlfahrern und Kinderwagen-Besitzern ein holperfreies Vorwärtskommen, erklärt Architekt Daniel Gornik. Bis Anfang April, wenn die Weiße Flotte von Karl Hofstätter in die Saison startet, soll alles fertig sein.

„Man merkt es gleich, jeder Schritt auf der Treppe nach unten entfernt einen vom Lärm der B 37“, sagt Odszuck. Künftig soll unterhalb der Straße noch viel mehr Freizeitfläche erschlossen werden. Wo das Neckarbett zu eng ist, denken die Planer an Pontons und Stege.

Kosten vermag noch keiner der Planer in diesem Vorstadium zu nennen – allenfalls eine grobe Größenordnung von 25 Millionen Euro steht im Raum. Von Bund und Land erhofft man sich eine hälftige Förderung, denn die Neckarpromenade soll das Radwegenetz stark aufwerten. Realisiert werden könnten die einzelnen Freizeitplätze – von der „Stadt im Fluss“ inklusive Hausbootsiedlung unterhalb des „Marriott Hotels“ bis zum schwimmenden Steg mit Schlossblick am Neckarmünzplatz, auch Stück für Stück. Die B 37, erklärt Odszuck, soll im hinteren Bereich ohnehin 2021 saniert werden – da wäre der Moment günstig. Die Straße soll langfristig auf das notwendige Minimum von 6,50 Metern Breite geschrumpft werden.