Heidelberg

Baustelle Am Adenauerplatz entsteht Radspur Richtung Bahnhof

Schnelle Alternative zur Plöck

Heidelberg.Ein Kanaldeckel kann eine ganze Baustellenplanung umwerfen: Mitarbeiter des städtischen Bauamtes haben diese Erfahrung gerade am Heidelberger Adenauerplatz gemacht. Der neue Radweg, der hier entsteht, sollte eigentlich auf Fahrbahnniveau entstehen. Doch der Kanaldeckel, unter dem sich laut Erstem Bürgermeister Jürgen Odszuck „die Telekommunikationsverbindung für das Neckartal verbirgt“, erforderte eine Neuausrichtung auf Bürgersteigniveau. Weil außerdem der Straßenuntergrund sandiger als gedacht war, ist die Baumaßnahme in Verzug geraten. Autofahrer ärgern die Staus in der Friedrich-Ebert-Anlage, die täglich vor allem im Berufsverkehr entstehen. Bis zum Wochenende soll die Fahrbahn Richtung Hauptbahnhof aber wieder befahrbar sein. Dafür wird dann das Linksabbiegen in die Rohrbacher Straße vorübergehend gesperrt, damit die andere Fahrbahnhälfte neu asphaltiert werden kann.

Seit Mitte Juli wird an diesem sensiblen Punkt gebaut. „Bauarbeiten an einem zentralen Verkehrsknoten wie hier sind immer eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten“, weiß Odszuck, der gemeinsam mit Tiefbauamtsleiter Jürgen Weber und den Bauleitern Gerhard Selzer sowie Christian Weindler von der Baufirma die Fortschritte begutachtet. Mit Beginn des Weihnachtsmarktes soll alles fertig sein, verspricht Weber. Der Radweg soll eine schnelle Verbindung aus der Altstadt zum Bahnhof bringen. Durchschnittlich 6000 Radfahrer passieren derzeit täglich die Zählstelle in der Plöck. Etwa ein Drittel von ihnen, schätzt Alexander Thewalt vom städtischen Verkehrsmanagement, kann man mit der neuen Radachse aus der überlasteten Plöck locken.

Auch auf der Süd-Nord-Achse verändert sich am Friedrich-Ebert-Platz die Situation für Radfahrer: Auf dem Weg von der Gaisbergstraße zum Bismarckplatz werden Radler mit der nächsten Bauphase auf Fahrbahnniveau rollen. Dafür bekommt der Gehweg in Höhe des Stadtgartens eine provisorische Rampe. Von weiteren Überraschungen werden die Arbeiter, wünscht Weindler, hoffentlich verschont: Im ersten Abschnitt waren statt der kalkulierten 250 Quadratmeter 550 Quadratmeter komplett auszutauschen, weil der Unterbau nicht stabil genug war. Dennoch werde die Maßnahme nicht teurer, betont Weber.

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