Heidelberg

Bildung Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) besucht Jugendliche bei der Sommerschule in Heidelberg

Schon vor dem Ferienende wird gepaukt

Heidelberg.Vergnügt schaute Susanne Eisenmann (CDU) auf den Abdruck, den ihr rechter Fuß in einer Form aus Schaumstoff hinterließ. In der orthopädischen Werkstatt des Technischen Gymnasiums an der Carl-Bosch-Schule (CBS) informierte sich die Landesministerin für Kultus, Jugend und Sport über das Lehrangebot der Sommerschule. In diesem einwöchigen Vorkurs bereiteten sich Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren auf den Einstieg in das Technische Gymnasium entweder zur achten oder zur elften Klasse vor.

Zum dritten Mal bot die CBS ihre Sommerschule an, die von der Stadt und der Klaus Tschira-Stiftung gefördert wird. „Mittlerweile müssen wir viele Bewerber abweisen, denn mehr als 30 Plätze haben wir nicht“, beschrieb der Abteilungsleiter des Technischen Gymnasiums und Gründer der Sommerschule, Klaus Seitz, deren große Beliebtheit.

Ein weiterer Unterstützer ist das Ministerium von Eisenmann, die schon während ihres Grußwortes allen Heidelberger Schulen ein gutes Zeugnis ausstellte. „Sie müssen sich hinter Freiburg und Tübingen nicht verstecken“, betonte sie und konnte es kaum erwarten, sich ein Bild vom Unterricht zu machen. „Ich bin neugierig“, forderte sie Klaus Seitz auf, ihr die Kurse zu zeigen.

Der Weg führte die Ministerin und ihren Tross aus Landes- und Lokalpolitikern in die schuleigene Autowerkstatt. Dort wechselte Lehrer Stefan Pätzhorn mit vier Jungen gerade die Batterie eines Kleinwagens aus. „Ihr müsst aufpassen, dass keine Flüssigkeit rausläuft“, erklärte der gelernte Kfz-Meister, der zum dritten Mal an der Sommerschule teilnahm. „Die Schüler sind unheimlich begeistert“, schilderte er seine Erfahrungen.

In der Orthopädiewerkstatt fertigten die Schüler einer zweiten Gruppe währenddessen Gipsmodelle ihrer Füße. Auf achteckigen Werkstischen, an deren Rändern Schraubstöcke montiert waren, standen in einem Nebenraum Prothesen aus Holz und Carbon.

Die dritte und letzte Station führte Eisenmann zur Medizintechnik. In einem großen Raum standen drei Krankenbetten und Instrumente, darunter ein Ultraschallgerät. „Die Schüler lernen hier, wie die Geräte funktionieren und erhalten medizinisches Grundwissen“, führte Schulleiter Jens Misch aus.

Allerdings standen nicht nur theoretische und praktische Wissensvermittlung, sondern auch Sport- und Freizeitangebote auf dem Stundenplan. Eine Kanutour führte die Schüler von Hirschhorn nach Neckargemünd und am ersten Tag konnten sie zwischen Kursen für Sport und kreatives Arbeiten auswählen. Denn ein weiteres Ziel der Sommerschule sei es, die neuen Mitschüler kennenzulernen, ergänzte Klaus Seitz. Dafür opferten sie gerne ihre letzte Ferienwoche, wie einer der Jugendlichen in der Autowerkstatt beschrieb. 

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