Heidelberg

Pandemie Corona-Ausbrüche in mehreren Einrichtungen

Sechs Todesfälle bei Senioren

Archivartikel

Heidelberg.In den vergangenen vier Tagen sind im Seniorenheim Agaplesion Maria von Graimberg sechs Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Das teilt die Einrichtung am Montag mit. „Unser allerherzlichstes Beileid und unser Mitgefühl gilt den Angehörigen. Wir fühlen uns in dieser schweren Zeit zutiefst mit ihnen verbunden“, erklärt Geschäftsführer Michael Thomas. Von den elf positiv getesteten Bewohnern des Wohnbereichs „Neckarwiese West“ sowie den sieben positiv getesteten Personen des Wohnbereichs „Philosophenweg“ seien jeweils drei Personen verstorben, heißt es in einer Mitteilung. Die Testung des Wohnbereichs „Neckarwiese Ost“ habe keine positiven Ergebnisse ergeben. Im Wohnbereich „Rohrbach Markt“ hatte es im November Coronafälle und drei Todesfälle gegeben.

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Bei den Mitarbeitern habe es ein positives Testergebnis gegeben. Die Besuche sollten auf ein Mindestmaß reduziert werden. Mit Unterstützung des Roten Kreuzes biete das Seniorenheim kostenlose Schnelltests für Angehörige und Betreuer vor den Besuchen an. Das Kreisgesundheitsamt meldet am Montag drei größere Corona-Ausbrüche in Alten- und Pflegeeinrichtungen. In einer Heidelberger Einrichtung seien 26 Personen positiv getestet worden, darunter vier Mitarbeiter. Um welche Einrichtung es sich handelt, präzisierte eine Sprecherin auf Nachfrage nicht.

Die beiden anderen betroffenen Heime liegen im Rhein-Neckar-Kreis: In Bammental gab es bei 19 Bewohnern und fünf Mitarbeitern einen Virusnachweis, in einem Heim in Malsch sind 16 Bewohner und sechs Mitarbeiter mit SARS-CoV-2 infiziert.

In allen Fällen kläre das Kreisgesundheitsamt nun mit den Heimleitungen, welche Kontaktpersonen informiert werden müssen und ob ein Besuchsverbot beziehungsweise ein Aufnahmestopp verhängt werden müssen. 

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