Heidelberg

Festakt

SPD kritisiert OB Würzner wegen Veranstaltungsort der Einheitsfeier

Archivartikel

Heidelberg.Die Heidelberger SPD hat sich am Freitag in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Eckart Würzner gewandt und dort mit Befremden festgestellt, dass das OB-Referat das Schlosshotel Molkenkur als Veranstaltungsort für den Festakt zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands ausgewählt hat.

Kritisch sieht das die SPD, weil  dort vor fast genau einem Jahr, im September 2019, die Jahrestagung einer Untergruppe der AfD stattgefunden habe, zu der neben Alice Weidel auch Andreas Kalbitz eingeladen gewesen sei. Parteien, Organisationen der Zivilgesellschaft und die Hochschule für Jüdische Studien hatten damals die Hotelbetreiberin gemeinsam aufgefordert, die AfD wieder auszuladen. Dem kam die Betreiberin aber nicht nach, weshalb es zu Protesten vor Ort kam.

An Würzner gerichtet, schreibt die SPD, dass er als Stadtoberhaupt die Möglichkeit habe, zu bestimmen wie und wo Feierlichkeiten, die den Zusammenhalt der Gesellschaft betonen, abgehalten werden. "Wir hätten uns gefreut, wenn ein Ort ausgewählt worden wäre, der diesen Zusammenhalt auch verkörpert, zumal es andere, repräsentative Räume der Stadt gibt,wie den Palais Prinz Carl", so die Sozialdemokraten. Sie bitten Würzner, in Zukunft von der Molkenkur als Veranstaltungsort Abstand zu nehmen.

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