Heidelberg

Gastronomie Restaurant soll nach vielen Verzögerungen spätestens im August in Betrieb gehen

„Stadtgarten“ vor Neustart

Heidelberg.Der Schimmelbefall ist beseitigt, die Stromversorgung sichergestellt und derzeit sind Handwerker mit den letzten Feinarbeiten beschäftigt – rund zwei Jahre später als ursprünglich geplant steht das Restaurant „Stadtgarten“ vor der Wiedereröffnung. „Nach Auskunft des Pächters soll der Betrieb Ende Juli oder Anfang August starten“, teilte ein Stadtsprecher auf Anfrage dieser Zeitung mit. Damit geht eine schier endlose Zeit zu Ende, in der immer neue Hindernisse die Fertigstellung des Restaurants hinauszögerten.

So wurde im Spätsommer 2017 festgestellt, dass der Strombedarf für die künftige gastronomische Nutzung höher ist als erwartet. „Deshalb wurde eine neue Trafo-Station der Stadtwerke am Tunneleingang platziert“, erklärt der Sprecher. Dafür investierte die Stadtverwaltung 80 000 Euro. Noch nicht genau zu beziffern sind dagegen die Kosten für die Beseitigung des Schimmelbefalls, der bei Renovierungsarbeiten Anfang 2017 hinter den Wänden festgestellt wurde. „Da muss die Schlussberechnung noch abgewartet werden“, so der Rathaussprecher. Als die Schäden entdeckt wurden, rechneten die Verantwortlichen mit mindestens 200 000 Euro.

Pächter des Stadtgartens ist die Harder Beta GmbH, eine Firma des Unternehmers Jürgen B. Harder. Der Lebensgefährte der ehemaligen Weltklasse-Schwimmerin Franziska van Almsick plant an der exponierten Lage mitten in Heidelberg ein gastronomisches Konzept mit mediterraner Küche. Auskünfte gibt er zu seinem Vorhaben in Heidelberg jedoch keine. Die gesamte Pressearbeit läuft von Anfang an über die Stadtverwaltung.

Ursprünglich war die Eröffnung des Lokals für Sommer 2016 geplant. Nach mehr als drei Jahren Leerstand kehrt nun bald wieder Leben in das Gebäudeensemble zurück, das eine bewegte Vergangenheit vorzuweisen hat. Die Pläne gehen auf das Jahr 1936 zurück, schon damals wurde der Pavillon am Stadtgarten als Restaurant angelegt. Im April des Jahres 2002 brannte das Haus wegen eines defekten Pizzaofens gleich zweimal binnen weniger Tage. Drei Jahre später wurden das Restaurant und die noch heute in dem Komplex untergebrachte Galerie Marianne Heller wieder eröffnet. Nun steht also die nächste Wiedereröffnung unmittelbar bevor.

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