Heidelberg

Stammnutzer suchen neue Spielstätten

Archivartikel

Ob Fasnachtsball, Konzerte oder Abschlussball: Während der fast dreijährigen Sanierungszeit der Heidelberger Stadthalle benötigen die Stammnutzer vorübergehend andere Spielstätten. Sie werden auch in Mannheim und Wiesloch fündig.

Der „Ball der Vampire“, der seit 45 Jahren in Heidelberg eine große Fanschar an Blutsaugern und anderen dunklen Gestalten anzieht, hat eine Ersatzstätte in Wiesloch gefunden: Die Organisatoren Jochen und Sabrina Flamme gehen ins „Palatin“. Zwar haben sie sich auch um das Heidelberger Schloss bemüht – dort gastierten die Vampire schon zwei Mal – aber diese Lösung schied aus Kapazitätsgründen aus: „Der Königssaal hat nur noch eine Kapazität von 600 Personen. Als wir vor zwölf Jahren da waren, waren es noch 1000 Personen“, erklärt Jochen Flamme. Rund 2000 Vampire werden am 22. Februar 2020 erwartet. Unter anderem sollen Busse die Gäste zum neuen Veranstaltungsort bringen.

Mit der „Beethovennacht“ – seit zehn Jahren in der Stadthalle Gast – war Flamme gerade im Mannheimer Rosengarten, Giora Feidmann trat in der Heidelberger Christuskirche auf. Es fehle Heidelberg an Spielstätten einer bestimmten Größe. „Die Halle 02 eignet sich wegen des Halls nicht für ein klassisches Konzert.“ Flamme hält es für einen großen Fehler, die alte Stadthalle zu schließen, bevor das neue Kongresszentrum in der Bahnstadt fertig ist.

Der „Heidelberger Frühling“, der besonders von der Modernisierung profitieren und das künftige „Konzerthaus“ Stadthalle mit erstklassiger Klassik versorgen soll, bekommt eine Interims-Spielstätte im Zelt auf dem Uniplatz.

Tanzpädagogin Uschy Szott ist gleich doppelt ein „Sanierungs-Opfer“: Das Haus der Jugend ist geschlossen und der Jugendtanztag, der immer in der Stadthalle stattfand, wird geteilt: Die Kinder- und Jugendvorstellung steigt am 8. Dezember im Bürgerzentrum Emmertsgrund und der Hip-Hop-Contest am 23. November in der Halle 02. Neue Trainingsräume hat die Tanzexpertin bei den Kollegen in der Hebelhalle gefunden: Jai Gonzales und Bernhard Fauser haben das Untergeschoss sicherheitstechnisch aufgerüstet und für die jungen Tänzer eingerichtet. Die Tanzschule Nuzinger zieht für den Erwachsenen-Ball ebenfalls ins „Palatin“.

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