Heidelberg

Stichwort: erweiterter Suizid

Archivartikel

Beim Tod der zwei Kinder deuten erste Ermittlungen auf ein Familiendrama hin. Bei derartigen Tragödien kann es sich um eine Form des sogenannten erweiterten Suizids handeln. Darunter verstehen Juristen und Psychologen, dass ein Täter nicht nur sich selbst umbringt, sondern auch ihm nahe stehende Menschen mit in den Tod nimmt – allerdings ohne deren Einverständnis.

Oftmals löscht ein Täter die eigene Familie ganz aus. Hintergrund können wirtschaftliche Probleme oder schwere Krankheiten sein, die eine solche Verzweiflungstat auslösen. Die Täter glauben dann meist, auch ihre Familie könne mit den Problemen nicht fertig werden.

Forschungsergebnisse belegen, dass Männer häufiger als Frauen zu Tätern werden. Frauen wiederum beziehen meist ausschließlich ihre Kinder in den Suizid mit ein. Mitunter leiden diese Mütter unter schweren psychischen Problemen. lhe