Heidelberg

Suche nach Grund für Blaufärbung im Trinkwasser bislang ergebnislos

Heidelberg.Knapp eine Woche nachdem das Trinkwasser in Dossenheim und im Norden Heidelbergs wegen Blaufärbung nicht verwendet werden durfte, gibt es noch keine Erkenntnisse zur Ursache der Verfärbung.

Wie das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises am Mittwoch mitteilte, habe aber keine Gefährdung für die Bevölkerung bestanden. Dass die Bevölkerung zuletzt in ganz Heidelberg und in Dossenheim vor dem Trinkwasser gewarnt wurde, sei vorsorglich notwendig gewesen, betonte Rainer Schwertz, Leiter des Gesundheitsamtes, in der Mitteilung.

Erste Untersuchungen des Wassers am vergangenen Donnerstag seien ohne Auffälligkeiten gewesen. Auch weitere Proben, die danach genommen wurden, hätten die unauffälligen Ergebnisse bestätigt. „Es wurden etliche Möglichkeiten überprüft. Unter anderem wurden Stoffe, die das Wasser bläulich färben können, untersucht. Hierzu zählen beispielsweise Kupferverbindungen“, erläutert Schwertz das Vorgehen des Gesundheitsamtes. Ein konkreter Stoff oder eine bekannte chemische Reaktion, die für die leicht bläuliche Färbung des Wassers verantwortlich sein könnte, sei dabei aber nicht nachgewiesen worden.

Das Wasserwerk Entensee bleibt weiterhin abgeschaltet. Die Trinkwasserversorgung wird über ein anderes Wasserwerk gesichert. Störungen an der technischen Anlage des Wasserwerkes seien nicht bekannt. Zur weiteren Abklärung soll schnellstmöglich ein Probebetrieb des Wasserwerks – ohne Anbindung an die Trinkwasserversorgung – erfolgen. Von dem Probebetrieb erhofft sich das Gesundheitsamt weitere Erkenntnisse.

Kein Zusammenhang mit Unfall in Recycling-Anlage

Die bisherigen Untersuchungen haben nach Angaben des Gesundheitsamtes außerdem keinen Zusammenhang mit dem Unfall in einer Recycling-Anlage am 2. Februar in Wieblingen ergeben. Bei dem Unfall war unter anderem der Stoff Toluol entwichen. Unwahrscheinlich seien zudem nach Aussage geologischer Experten plötzliche Änderungen der Färbung des Wassers aufgrund Veränderungen in der Gesteinsschicht gemeint. Ferner seien auch in der Vergangenheit durchgeführte Tracerversuche ergebnislos überprüft worden. Tracer werden als Nachweisstoffe eingebracht, um den Verlauf von unterirdischen Wasserbewegungen zu bestimmen. 

Auch sei die Tatsache berücksichtigt worden, dass bei der Einschätzung der Farbe die Lichtverhältnisse eine Rolle spielen können. Die Wasserproben wurden daher auch dahingehend untersucht, ob Stoffe darin enthalten sind, die das Wasser bei bestimmten Lichtverhältnissen für das menschliche Auge bläulich erscheinen lassen.

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