Heidelberg

Justiz Geldstrafe nach Verstoß gegen Tierschutzgesetz

Trächtiges Kamel auf Zirkustour

Archivartikel

Heidelberg.Weil er ein trächtiges Kamel mit auf Reisen genommen hat, ist der Verantwortliche eines Zirkus vom Heidelberger Amtsgericht zu einer Geldstrafe in Höhe von 200 Euro verurteilt worden.

Der Zirkusvertreter sollte eigentlich am heutigen Freitag zu einer Hauptverhandlung im Justizzentrum erscheinen. Zuvor hatte er sich gegen eine verhängte Geldstrafe gewehrt. Am Morgen erhielt das Gericht eine Mitteilung, wonach er das Bußgeld akzeptiere und seinen Einspruch zurückziehe.

Verfahren gegen Hufschmied

Die Vorwürfe reichen ein Jahr zurück: Der Angeklagte soll mit seinem Zirkus Anfang 2019 in Wiesloch gastiert haben. Dabei hatte er fünf Kamele. Am 10. Januar, kurz nach der Ankunft, brachte eine der Kamelstuten ein Fohlen zur Welt. Dass er das trächtige Tier mitreisen ließ, wertete das Gericht als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

In einem zweiten Fall, der ebenfalls am Freitag im Amtsgericht verhandelt werden sollte, ist der Termin auf Mitte Juni verschoben worden: Angeklagt ist ein Hufschmied, der im Oktober 2017 einem Pferd beim Beschlagen mit einem Hammer so fest auf den Rücken gehauen haben soll, dass der Holzstiel des Werkzeugs abbrach.

Der Hufschmied hat gegen einen Bußgeldbescheid in Höhe von 1000 Euro Widerspruch eingelegt. 

Zum Thema