Heidelberg

„War selbst überrascht“

Archivartikel

Naima Günther von der Jugend-vertretung in Heddesheim

Frau Günther, wie funktioniert das Jugendvertretergremium in der Gemeinde Heddesheim?

Naima Günther: „Das Gremium ist erst vor zwei Jahren entstanden, darin sitzen sieben Jugendliche. Wir setzen uns vor Ort für die Interessen der Jugendlichen ein – dazu gehört der Jugendplatz, auf dem man ungestört Musik hören und grillen kann, genauso wie eine Party zu Halloween. Die Impulse dazu kommen von uns, die Gemeinde gibt uns nichts vor.“

Haben Sie sich von den Erwachsenen ernst genommen gefühlt?

Günther: „Als wir unsere Projekte im Gemeinderat vorgestellt haben, haben wir von wirklich allen große Unterstützung erfahren. Das hat mich selbst überrascht. Alle waren sehr bemüht, uns und die Interessen der Jugendlichen mit einzubeziehen. In Heddesheim kennt man sich auch, das macht es leichter.“

Welche Eigenschaften müssen Nachwuchspolitiker mitbringen?

Günther: „Man muss offen, teamfähig und respektvoll sein. Wenn der Gemeinderat etwas entschieden hat, muss man das akzeptieren können. Gleichzeitig ist es wichtig, dass man seine Meinung vertritt, auch wenn man noch nicht erwachsen ist. Politik geht auch uns Jugendliche etwas an. Wer sich einbringt, versteht erst, wie politische Entscheidungen entstehen und lernt so, Verantwortung zu übernehmen. Aber es war eine Arbeit, die mir immer Spaß gemacht hat.