Heidelberg

Walldorf Erster Prozess um Molotow-Angriffe beendet

Wegen Brandstiftung verurteilt

Archivartikel

Walldorf.In der Prozessserie um Gewaltausbrüche von Walldorfer Jugendlichen in der Halloween-Nacht sind vor dem Heidelberger Landgericht gestern die ersten Entscheidungen gefallen. Die Jugendkammer verurteilte zwei 16- und einen 20-Jährigen wegen versuchter Brandstiftung, Landfriedensbruch und Verstoßes gegen das Waffengesetz zu Jugendstrafen und Auflagen.

Geständige Einlassung

Weil der 20-Jährige durch seine geständige Einlassung wesentlich zur Tataufklärung beigetragen hat, muss er nun 120 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Zudem erhielt er die Auflage, die Schule zu besuchen. Dieses Urteil ist bereits rechtskräftig. Die beiden 16-Jährigen, die ihre Beteiligung an dem Gewaltausbruch beim Auftakt relativiert hatten, wurden zu einem Jahr und acht Monaten Jugendstrafe verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Einer muss 150 Arbeitsstunden leisten, der andere 1000 Euro bezahlen. Beide können Revision einlegen.

In den vier „Molotow“-Prozessen stehen 17 überwiegend jugendliche Angeklagte vor Gericht. Derzeit läuft in Heidelberg ein weiteres Verfahren gegen fünf junge Leute (wir berichteten). Der dritte Prozess ist noch nicht terminiert. Ein viertes Verfahren wird vor dem Jugendgericht in Wiesloch verhandelt.