Heidelberg

Umwelt Gegner des Umzugs betonen Naturschutz

Wichtige Funktion als Biotop und für den Klimaschutz

Archivartikel

Heidelberg.„Hände weg vom Großen Ochsenkopf“: Mit dieser Forderung hat das „Bündnis für Klimaentscheid Klimaschutz Heidelberg“ mehr als 12 500 Unterschriften gesammelt und dem Bürgerbegehren den Weg bereitet.

Mehr als 200 verschiedene Blühpflanzenarten würden Insekten eine Lebensgrundlage geben, verweisen die Initiatoren um Sprecherin Karin Weber und Rainer Zawatzky auf den Biotopwert der Fläche. Die Wiese sei zudem wichtig für den Kaltluftabzug aus dem Neckartal, sprechen sie die Klimafunktion an. Ein Stadtklimagutachten von 2015 habe das unterstrichen. Und der Betriebshof-Neubau sei eine ökologische Katastrophe: Allein 3700 Lkw mit 20 Kubikmeter Erdaushub müssten zum „Absenken“ des neuen Betriebshofs abtransportiert werden, betont die Initiative. Mehr als hundert Bäume würden gefällt. Und das, obwohl aus Sicht der Gegner bereits jetzt klar wäre, dass ein größeres Areal benötigt werde.

Weiterer Kritikpunkt: Die RNV hat ein Klimagutachten in Auftrag gegeben. „Über Rahmenbedingen und Ergebnisse möchte die Stadt aber erst informieren, wenn das Gutachten fertig gestellt ist“, heißt es in einer Mitteilung der Initiative: „Ein Zurückhalten bereits vorliegender Informationen können wir nicht akzeptieren.“ Baubürgermeister Jürgen Odszuck bedauert, dass das Gutachten noch nicht vorliege. 

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