Heidelberg

Bismarckplatz Großes Banner kündigt Nacht der Forschung am 28. September an / Einrichtungen sind mit einem Schnellbus erreichbar

Wissenschaft wird an 16 Orten lebendig

Archivartikel

Heidelberg.Ein großes Reagenzglas hat die Handballer der Rhein-Neckar-Löwen als Fassadenschmuck des großen Kaufhauses auf dem Bismarck-Platz abgelöst. Das rechteckige Banner kündigt die Nacht der Forschung am 28. September an. An diesem Tag öffnen von 15 Uhr bis Mitternacht Einrichtungen wie das Haus der Astronomie, das Deutsche Krebsforschungszentrum oder die Pädagogische Hochschule ihre Türen, um mit Experimenten, Vorträgen und Konzerten ihre Arbeit zu präsentieren. Aus Mannheim beteiligt sich das Technomuseum.

„Wichtig ist der persönliche Kontakt mit dem Publikum“, betonte Eva Haas vom Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), einer internationalen Einrichtung zur Erforschung der biologischen Grundlagen von Leben. Die Biologin kam mit etwa einem Dutzend weiteren Wissenschaftlern zum Aufziehen des Banners, das keiner von ihnen zuvor gesehen hatte. Stolz und zufrieden, dass es beim Aufziehen keine Pannen gab, stellten sich alle in ihren blauen Veranstaltungsshirts zum Gruppenfoto auf.

Vorträge über Demenz

„Es hat lange keine derartige Veranstaltung gegeben, obwohl Heidelberg und die Metropolregion dafür gut geeignet sind“, beschrieb Eva Haas ihre Intention. Sie und ihr Team beteiligen sich an der zeitgleich in über 300 Städten ausgerichteten Europäischen Wissenschaftsnacht und profitieren so von deren Finanzmitteln.

Zum Programm der Nacht der Forschung gehören Aktionen wie ein Podiumsgespräch mit Wissenschaftsjournalisten in den Räumen des Deutsch-Amerikanischen Instituts, das Bauen eigener Mikroskope oder Vorträge über Demenz und die körperliche Leistungsfähigkeit im Alter. Auf das Speichern von Daten in Vergangenheit und Zukunft geht eine Vortragsreihe des Universitätsarchivs ein. Das Haus der Astronomie widmet sich dem Thema Planeten, deshalb führen dort drei Musiker mit Flöte, Vibrafon und Cembalo die gleichnamige Orchestersuite des britischen Komponisten Gustav Holst auf. Da vor allem Kinder und Jugendliche für das Arbeitsfeld Forschung begeistert werden sollen, bietet das EMBL eine Kinoreihe an, in der Mitarbeiter des Instituts Filme wie „Matrix“ und „Jurassic Park“ analysieren.

Kostenlose Busverbindung

Ein kostenloser Pendelbus verbindet die 16 Veranstaltungsorte miteinander, so dass die Besucher ohne Mühe zum Beispiel vom EMBL in der Meyerhofstraße ins Neuenheimer Feld gelangen. Mit dem Anbringen des Banners ist eine wichtige Vorbereitungsetappe gemeistert, allerdings fehlen auf der Internetseite noch Daten einiger Veranstaltungen sowie ein Lageplan. Mit Plakaten und Handzetteln wollen die Organisatoren weiter werben: Auch wenn es jetzt an prominenter Stelle gut sichtbar ist, reicht ein großes Banner doch bei weitem nicht aus.