Heidelberg

Statistik Neuen Heidelberger Mietspiegel vorgestellt / Nettokaltmiete durchschnittlich bei 9,14 Euro pro Quadratmeter

Wohnen wird immer teurer

Archivartikel

Heidelberg.In Heidelberg tritt am 1. Oktober ein neuer Mietspiegel in Kraft. Er ist die anerkannte Grundlage zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete für Vermieter, Mieter und Gerichte, die sich mit Mietangelegenheiten befassen. Mietspiegel kommen hauptsächlich zur Anwendung, wenn ein Vermieter die Miete erhöhen möchte oder ein neuer Mietvertrag abgeschlossen werden soll. Zur Erhebung des elften Mietspiegels hat die Stadt Heidelberg Mieter aus allen Stadtteilen befragt – insgesamt 1915 telefonische und Internet-Befragungen wurden ausgewertet. Das Ergebnis ist jetzt dem Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss präsentiert worden.

Unter www.heidelberg.de/mietspiegel können Interessierte den Mietspiegelrechner anwenden – auch per Smartphone oder Tablet. Zunächst wird anhand der Wohnungsgröße und des Gebäude-Baujahres der Basismietpreis ermittelt. Danach wird dieser je nach Lage gegebenenfalls um einen Zuschlag erhöht – in Neuenheim-Ost bedeutet dies eine Erhöhung um 43 Prozent und in Wieblingen um 17 Prozent. In den Bergstadtteilen Boxberg und Emmertsgrund gibt es keinen solchen Berechnungsaufschlag. Zuletzt wird die Ausstattung der Wohnung in die Rechnung miteinbezogen: Kriterien wie das Vorhandensein einer Einbauküche (plus 15 Prozent) oder einer Fußbodenheizung (plus 13 Prozent) führen beispielsweise zu einem Zuschlag, während die Lage im Erdgeschoss (minus zwei Prozent) oder das Nicht-Vorhandensein eines Balkons, einer Loggia oder einer Terrasse ( minus 4 Prozent) zu einem Abschlag führen.

Die Nettokaltmieten in Heidelberg sind gegenüber 2017 um durchschnittlich 6,8 Prozent gestiegen. Die durchschnittliche Mietspiegel-Miete in Heidelberg beträgt nun 9,14 Euro pro Quadratmeter gegenüber 8,56 Euro pro Quadratmeter 2017. Zuletzt hatten sich die Nettokaltmieten in Heidelberg von 2015 bis 2017 um 1,9 Prozent erhöht. Bürgermeister Jürgen Odszuck: „Die Baukosten sind rasant gestiegen, das spiegelt sich auch in den Mieten wider.“ Die Broschüre „Mietspiegel 2019“ ist für fünf Euro erhältlich bei allen Bürgerämtern.

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