Heidelberg

Festspiele Neue Spielzeit mit zwei Komödien und prominenten Namen / Zuschauerzahlen zuletzt leicht gestiegen

Ziel: Weniger Lücken im Publikum

Heppenheim.Die Bilanz der vergangenen Spielzeit fällt nicht euphorisch aus, ist für die Macher aber auch kein Grund zum Weinen: Mit 12 500 Besuchern verzeichnete die bislang 46. Saison der Heppenheimer Festspiele wieder einen leichten Aufwärtstrend. Das waren allerdings immer noch rund 2000 Zuschauer weniger als das bereits durchschnittliche Jahr 2017. Drei ausverkaufte Vorstellungen und weitere fünf mit über 80-prozentiger Auslastung sind für die Festspiel-GmbH heute schon eine besondere Erwähnung wert. Doch Geschäftsführer Stephan Brömme blickte beim Pressegespräch recht zuversichtlich in die Zukunft. Die enge Kooperation mit dem Gastspielmanagement der Hamburger Kammerspiele habe sich eingespielt.

Dennoch steht eine bedeutende Weichenstellung ins Haus, wenn im kommenden Jahr der Vertrag mit der Stadt Heppenheim ausläuft. Zumal 2023 das 50. Jubiläum über die Bühne gehen soll.

Für die 47. Spielzeit haben die Gastgeber jedenfalls einige Asse im Ärmel. Mit Comedian Ingolf Lück, Sängerin Pe Werner und der amerikanischen Kabarettistin Gayle Tufts kommen prominente Namen nach Heppenheim. Den Abschluss macht Ilja Richter am 25. August mit einem musikalischen Abend. Nach einer Woche sind nach Brömmes Angaben rund 1200 Tickets verkauft – vor allem für Lück und Tufts. Ingolf Lück war jetzt vor Ort. „Ich habe auch mit 61 Jahren noch viel zu erzählen“, sagt er über seine Motivation. Aus Hamburg kommen zwei Eigenproduktionen an die Bergstraße. Zum einen den Klassiker „Die Nervensäge“ von Francis Veber. Nach dieser saftigen Bilderbuchkomödie entstand das Drehbuch für „Die Filzlaus“ mit Jacques Brel und Lino Ventura und später „Buddy Buddy“ mit Walter Matthau und Jack Lemmon in den Hauptrollen. Die deutsche Übersetzung stammt von Dieter Hallervorden. Premiere ist am 23. Juli. Die zweite Produktion heißt „Nein zum Geld!“ (Vorlage von Flavia Coste) und handelt von einem Lottogewinner, der das Geld nicht annehmen will, weil er alles hat zum Glücklichsein. Am 20. August findet die Premiere statt. „Wir wollen die Festspiele weit über Heppenheim hinaus bekannter machen“, beschreibt der Hamburger Gastspielmanager Peter Offergeld die Stoßrichtung für die nächsten Jahre.

Für das 50. Jubiläum des Theaters 2023 ist wieder eine Aufführung des „Jedermann“ geplant. Mit dem „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ von Hugo von Hofmannsthal hatte Gründer Hans Richter 1974 die erste Saison eröffnet.

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