HeidelbergCement

HeidelbergCement Pläne zur Speicherung von Kohlendioxid

CO2 unter der Nordsee

Archivartikel

Heidelberg.HeidelbergCement könnte künftig große Mengen Kohlendioxid aus seinen Zementwerken unter der Nordsee lagern. Der Baustoffkonzern unterzeichnete eine Absichtserklärung mit dem staatlichen norwegischen Energiekonzern Equinor. Dabei geht es darum zu prüfen, inwieweit Equinor leere Öl- und Gasfelder an der norwegischen Küste für abgeschiedenes CO2 aus europäischen Werken zur Verfügung stellt. Bisher läuft im norwegischen Brevik ein Pilotprojekt zur Abscheidung und Speicherung von CO2 aus dem dortigen HeidelbergCement-Standort. Bei der Herstellung von Zement entstehen große Mengen des Klimakillers.

Speicherung ab 2023

„Wir haben gezeigt, dass wir Kohlendioxid im großindustriellen Rahmen in unserem Zementwerk in Brevik abscheiden können“, so der Vorstandsvorsitzende Bernd Scheifele. Geplant ist die Abscheidung von rund 400 000 Tonnen CO2 pro Jahr – etwa 50 Prozent der Emissionen des Werks. Das CO2 soll ab dem Jahr 2023 dauerhaft unter der Nordsee gespeichert werden. Die Vereinbarung mit Equinor könnte es künftig möglich machen, Abscheidungen aus weiteren Standorten des Konzerns dort unterzubringen. Der Heidelberger Baustoffhersteller will seine CO2-Emissionen pro Tonne Zement bis 2030 um 30 Prozent im Vergleich zu 1990 senken.

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