Heidelberger Druckmaschinen

Bilanz Corona-Krise beschert Heidelberger SDAX-Konzern Verlust / Stellenabbau geplant

Heideldruck mit roten Zahlen

Heidelberg.Die Corona-Krise hat Heidelberger Druckmaschinen im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust eingebrockt. Wie der SDAX-Konzern am Mittwoch auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte, lag der Verlust 2019/2020 unter dem Strich bei 343 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2018/19 fuhr der Heidelberger Maschinenbauer noch einen Gewinn von 21 Millionen Euro ein. Auch der Umsatz sank um rund sechs Prozent auf 2,35 Milliarden Euro.

„Die konjunkturbedingte Investitionszurückhaltung vor allem in Europa beeinträchtigte das Geschäft“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Im vierten Quartal verschlechterten sich die makroökonomischen Rahmenbedingungen durch die Covid-19-Pandemie nochmals unvorhergesehen, was sich deutlich im Umsatz niederschlug.“

Maßnahmenpaket verabschiedet

Um den verschlechterten Bedingungen entgegenzutreten und die finanzielle Stabilität zu erhöhen, hatte Heideldruck Mitte März ein Maßnahmenpaket verabschiedet. Es umfasst die Verringerung der Nettoverschuldung, die mit Ende des Geschäftsjahrs am 31. März auf 43 Millionen Euro gesenkt wurde (Vorjahr: 250 Millionen Euro).

Teil des Maßnahmenpakets ist auch ein Stellenabbau. Am Stammsitz in Wiesloch sollen mehrere Hundert Arbeitsplätze wegfallen, sagte Gesamtbetriebsratschef Ralph Arns Mitte März. Arbeitnehmervertreter und Vorstand diskutieren noch über einen Interessenausgleich und Sozialplan. Ein Ergebnis soll Ende Mai vorliegen. Heidelberger Druckmaschinen beschäftigt rund 4930 Mitarbeiter in Walldorf. 

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