Heidelberger Druckmaschinen

Börse Hedgefonds halbieren ihren Anteil an Heideldruck nahezu / Unternehmen will das nicht überbewerten

Leerverkäufer wieder gnädiger

Heidelberg.Die Heidelberger Druckmaschinen AG ist auf gutem Wege, die auf sinkende Aktienkurse spekulierenden Hedgefonds loszuwerden. Von den neun Fonds, die noch Ende vergangenen Jahres mit ihren Leerverkäufen Heideldruck zu schaffen machten, sind aktuell nur noch fünf übrig. Gemeinsam halten sie zwar immer noch gut sieben Prozent des Heideldruck-Kapitals, der Höchstwert hatte im Juli 2018 allerdings bei über 13 Prozent gelegen.

Leerverkäufer sind vor allem englische und amerikanische Hedgefonds, die sich Aktien ausleihen und verkaufen, weil sie nicht an eine positive Entwicklung von Unternehmen glauben und deshalb auf fallende Kurse setzen. Erweist sich diese Wette als richtig, können sie die Aktien später günstiger kaufen und dem Verleiher zurückgeben.

Bei Heideldruck gibt man sich angesichts des Rückzugs der Leerverkäufer aber nur verhalten optimistisch: „Sicher spiegelt das ein Stück weit wider, dass wir mit unserer strategischen Neuausrichtung vorankommen“, sagte ein Konzernsprecher. Heideldruck konnte zuletzt steigende Aufträge verzeichnen und mit dem Spezialmaschinenbauer Masterwork aus China einen neuen Ankeraktionär präsentieren. Man wolle aber auch nicht zu viel in diese Zahlen hineininterpretieren, so der Sprecher weiter. Angesichts der sich eintrübenden Aussichten für den Maschinenbau könnten Leerverkäufer ihre Positionen auch schnell wieder ausbauen. mk