Hirschberg

Hirschberg Ursula Cortelezzi unterstützt Initiative ihres Sohnes und bittet die Bevölkerung um weitere Spenden

Apothekerin sammelt Medikamente für Venezuela

Archivartikel

Ursula Cortelezzi, Apothekerin aus Hirschberg, unterstützt die Menschen im von Unruhen gebeutelten Venezuela. Sie hilft ihrem Sohn dabei, Medikamente für das südamerikanische Land zu sammeln.

Bei den Unruhen in den vergangenen Wochen sind erneut Dutzende Menschen in dem südamerikanischen Land ums Leben gekommen. Die Lage verschlechtert sich mehr und mehr. Schon seit langem gibt es in Venezuela nicht mehr genügend Nahrungsmittel und Medikamente. Simon Cortelezzi, der in Erlangen studiert, und sein Studienfreund kennen die Situation vor Ort – kommt doch der Vater von Simons Freund aus Venezuela. Immer wieder unterhielt man sich darüber, wie man von Deutschland aus dem bitterarmen Land helfen könnte.

Und da Simons Mutter Ursula Cortelezzi Apothekerin ist, lag es auf der Hand, wie die Hilfs- und Spendenaktion aussehen soll. Für die Hirschbergerin stand sofort fest: „Ich helfe meinem ältesten Sohn.“

„Wir überprüfen alles“

Seit einigen Wochen sammelt sie nun in ihren zwei Apotheken – Turmapotheke in Großsachsen (Riedweg 1) und Löwenapotheke (Hauptstraße 15) in Leutershausen – Medikamente, die bei ihr abgegeben wurden. „Wir haben durch Mund-zu-Mund-Propaganda und Aushänge auf uns aufmerksam gemacht“, erzählt die Apothekerin.

Zwei Kartons Medikamente sind bisher zusammengekommen. „Wir haben sie weggeschickt. In Venezuela werden sie dann den Ärzten übergeben und verteilt“, sagt Cortelezzi. Um die Hilfsaktion zu unterstützen, bittet die Apothekerin daher um weitere Spenden: „Wir nehmen sämtliche, nicht mehr gebrauchte Medikamente. Egal ob die Packungen aufgerissen sind oder nicht. Auch abgelaufene Medikamente nehmen wir.“ Cortelezzi kann die Menschen beruhigen, wenn sie nicht sicher sind: „Wir überprüfen alles und sortieren aus, was nicht mehr verwendet werden kann.“ hr