Hirschberg

Rhein-Neckar-Kreis Landrat Stefan Dallinger von Regierungspräsidentin Nicolette Kressl für zweite achtjährige Amtszeit verpflichtet

„Deine Art tut dem politischen Klima gut“

Archivartikel

Hirschberg.Knapp zwei Monate nach seiner Wiederwahl hat Stefan Dallinger seine zweite Amtszeit nun auch ganz formal begonnen: In der öffentlichen Sitzung des Kreistages wurde der 55-Jährige gestern Nachmittag in seiner Heimatgemeinde Hirschberg von Regierungspräsidentin Nicolette Kressl für weitere acht Jahre als Landrat des Rhein-Neckar-Kreises offiziell verpflichtet.

Der CDU-Politiker steht seit 2010 an der Spitze des bevölkerungsreichsten Landkreises in Baden-Württemberg, nachdem er zuvor Bürgermeister von Schwetzingen war und hohe Funktionen in regionalen Gremien inne hatte.

Am 13. März wurde Dallinger mit 80 gegen 17 Stimmen für den Grünen Wilfried Weisbrod vom Kreistag bestätigt. Als wichtigste Ziele für seine zweite Amtszeit nannte er gestern Mobilität und Digitalisierung, aber auch die Krankenhausfinanzierung.

„Sie bringen ein hohes Maß an Kompetenz mit und sind zugleich in der Region verwurzelt“, lobte Regierungspräsidentin Nicolette Kressl (SPD) in ihrer Rede. Als zentrale Leistungen der bisherigen Amtsperiode Dallingers nannte sie den Ausbau der Infrastruktur vor allem im Breitbandbereich und die Energiewende: „Nicht umsonst hat der Rhein-Neckar-Kreis den European Energy Award gewonnen.“ Die Unterbringung der Flüchtlinge habe Dallinger „auch gegen Widerstände“ umgesetzt. „Um das geflügelte Wort der Kanzlerin zu gebrauchen: Wir haben es geschafft!“, betonte auch Heddesheims Bürgermeister Michael Kessler im Namen der Gemeinden.

„Deine Art tut dem politischen Klima im Rhein-Neckar-Kreis gut“, lobte der sozialdemokratische Oberbürgermeister Heiner Bernard, gegen den Dallinger 2002 bei der OB-Wahl in Weinheim verloren hatte.

Dallingers verbindliche Art würdigte auch der Personalratsvorsitzende Martin Streib, der im Namen der 5500 Beschäftigten des „Konzerns Rhein-Neckar–Kreis“ sprach, aber auch die Rückkehr des Kreises in den Arbeitgeberverband forderte.