Hirschberg

Hirschberg Leutershausener Unterführung am OEG-Bahnhof erhält auf beiden Seiten versetzte Sperren

Fahrradfahrer werden ausgebremst

Beschwerden über mangelnde Rücksicht in der Leutershausener Unterführung am OEG-Bahnhof gibt es schon länger. Meistens regten sich Fußgänger über das Verhalten der Radfahrer auf. Doch wie sieht nun die Lösung aus, um diesen Konflikt zu befrieden.

Die Verwaltung mit Bürgermeister Ralf Gänshirt an der Spitze legte in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt vier Varianten vor. Diese reichten von weiteren Appellen über Wegsperren und zwei getrennten Spuren bis hin zur kompletten Sperrung für Radfahrer. Am Ende einigte sich die Mehrheit von Freien Wählern (FW), CDU und Teile der GLH auf den von Katharina Goss-Mau (FW) unterbreiteten Vorschlag. Er entspricht im Wesentlichen der Variante 2 und sieht versetzte Sperren vor. Allerdings sollten diese näher an der Unterführung errichtet werden, um den Radfahrern das Tempo zu nehmen.

Der südliche Zugang (kleiner Weg auf der Ostseite) zur Unterführung wird aus Sicherheitsgründen für Radfahrer komplett gesperrt werden. Die Maßnahme wird laut Bauamtsleiter Rolf Pflästerer unter 2000 Euro kosten.

„Schaffen neue Konflikte“

Jürgen Steinle (GLH) und Eva-Marie Pfefferle (SPD) stimmten dagegen. Steinle sah im Gegensatz zum Rest im Ausschuss überhaupt keinen Bedarf. „Wir haben doch seit Jahren die Regelung, dass man immer rechts runterfährt. Jetzt schaffen wir nur neue Konflikte. Am besten lassen wir alles so, wie es ist. Das hat sich doch bewährt“, argumentierte Steinle. Gegen die Absperrung des kleinen Weges hatte er aber nichts. Rathauschef Gänshirt räumte ein, dass es durch die neue Regelung deutlich besser geworden wäre, aber es komme dennoch immer wieder zu Ärger. SPD-Sprecherin Pfefferle wetterte vor allem gegen die Fußgänger, die sich nicht an die Regeln halten würden. Denen müsste man klarmachen, wie man zu laufen habe. Gleichwohl wollte sie mit Appellen an die Vernunft arbeiten.

Für Goss-Mau, beratendes Mitglied der Freien Wähler, sei die versetzte Sperre die richtige Lösung. Thomas Götz (CDU) teilte diese Ansicht und votierte ebenfalls für die Variante 2. Egon Müller, beratendes Mitglied der GLH, hätte gerne einen Mix aus Sperren und getrennten Spuren, Appelle würden seiner Meinung nach „nix“ bringen. Für die Umsetzung regte er an, dass sich die Gemeinde mit dem VCD in Verbindung setzt.

FDP-Fraktionssprecher Oliver Reisig empfand die Variante 4 mit der Sperrung für Radfahrer wie wenn man mit „Kanonen auf Spatzen schießt. So schlimm ist das dort doch gar nicht.“ Die Sperre weiter nach unten zu versetzen, fände er okay, wobei er sich am Ende der Stimme enthielt.

Kein Antrag zur Kreuzgasse

Zahlreiche Besucher kamen am Dienstagabend umsonst in die Ausschusssitzung. Ihr Hauptaugenmerk galt der Bauvoranfrage für die Errichtung von zwei Einfamilienhäusern und einer Garage auf dem Grundstück in der Kreuzgasse 7. Diese Anfrage war sehr umstritten, denn es regte sich Widerstand gegen die Bebauung in zweiter beziehungsweise dritter Reihe. Bürgermeister Gänshirt nahm den Punkt von der Tagesordnung, denn die Bauvoranfrage wurde zurückgezogen.