Hirschberg

Hirschberg Möglicher Bürgermeisterkandidat erklärt sich Sonntag

Flammann benötigt zehn Unterstützer

Archivartikel

Derzeit gibt es mit dem Hauptamtsleiter Ralf Gänshirt und dem Ersten Kriminalhauptkommissar und CDU-Fraktionssprecher Christian Würz zwei Bewerber für den neuen Bürgermeister. Die Bewerbungsfrist endet am Montag, 24. Juni, um 18 Uhr. Möglicherweise kommt am Sonntag ein Dritter dazu: der Mannheimer Diplom-Ökonom Jens Flammann.

Seine Entscheidung fällt am Sonntag, 23. Juni, bei einem Treffen „Bürgermeisterwahl in Hirschberg“ ab 19 Uhr im Kurpfälzer Zollhof, Landstraße 2. „Zehn müssen wir mindestens sein, um an den Start zu gehen“, schreibt der Mannheimer, Jahrgang 1965, in seinem Einladungsschreiben. Will heißen: „Ziel des Treffens: Mindestens zehn Menschen schätzen ein, ob es ausreichend viele Leute in Hirschberg gibt, die sich einen unabhängigen Kandidaten von außerhalb wünschen. Dann werde ich entscheiden, ob ich am Montag kurz vor Toresschluss meine vorbereitete Bewerbung abgebe“, heißt es in dem Schreiben.

Zu den Hintergründen: Im März habe er erfahren, dass Bürgermeisterwahlen anstehen. Flammann habe mit seinen Recherchen begonnen, ob Hirschberg und er zusammenpassen könnten. Auch mit Verwaltung und Parteien habe er Kontakt aufgenommen. Zwei Parteien, so Flammann, teilten ihm mit, dass man einem Bewerber aus dem Ort größere Chancen einräume. Die Verwaltung lehnte seine Bitte um ein Gespräch über die Gemeindefinanzen ab (Begründung: Man wolle neutral bleiben), behauptet Flammann. So entstand bei ihm Ende Mai der Eindruck, dass man „sich an der Bergstraße nicht in die Suppe spucken lassen will“ , und er habe entschieden, seine Kraft wieder in seine Arbeit zu stecken.

Sein Slogan: Der Mann von außen

Zu einer überraschenden Wendung kam es laut dem Mannheimer Mitte Juni. „Eine Hirschbergerin sprach mich auf einer Veranstaltung in Bochum an.“ Man kam schnell auf die Entwicklungen in Hirschberg: „Durch diese zufällige Begegnung und das Gespräch dämmerte mir, dass es gute Gründe geben könnte, weswegen sich die einen ihre langjährig erfahrenen Kandidaten aus dem Ort wünschen, während andere Menschen in Hirschberg einen Kandidaten bevorzugen, der mit frischem Blick von außen kompetent in eine Zukunft führen kann.“ hr